Die Nominallohnerhöhungen werden die überraschend stark gestiegene Inflation in vielen Branchen nicht vollständig kompensieren. Dennoch darf man mit dem Resultat des so genannten «Lohnherbstes» zufrieden sein. Trotz wirtschaftlicher Abkühlung und geopolitischer Unsicherheiten haben viele Betriebe und Branchen substanzielle Lohnerhöhungen beschlossen.
Die Digitalisierung und die Pandemie haben neue Arbeitsrealitäten geschaffen. Man müsse sich bewusst sein, dass das aktuell geltende Arbeitsgesetz diesen Realitäten zum Teil nicht mehr gerecht werden kann, erläutert Daniella Lützelschwab gegenüber dem ti&m-Magazin.
Die Auswertung der zweiten Umfrage des «Nahtstellenbarometers» im 2022 zeigt bei den bis im August vergebenen Lehrstellen mit 86 Prozent eine stabile Situation auf dem Lehrstellenmarkt. Erfreulich auch, dass im Sommer mit 45 Prozent deutlich mehr Berufseinsteigende nach Lehrabschluss bei ihrem Unternehmen fest angestellt wurden als in den Vorjahren. Der Anteil der Neulernenden über 16 Jahre wird das Bild per Ende Jahr noch vervollständigen.
Angesichts der Lage in der Ukraine hat der Bundesrat entschieden, dass der Schutzstatur S nicht vor dem 4. März 2024 aufgehoben wird. Die Arbeitgeber begrüssen diesen Entscheid, der den Unternehmen in Bezug auf die Arbeitsmarktintegration der Geflüchteten Planungssicherheit ermöglicht.
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung die Resultate einer Studie zur Kenntnis genommen, die zum Schluss kommt, dass die von ihm beschlossenen Massnahmen einen signifikanten Beitrag zur Energieversorgung im Winter leisten. Ein weiteres Fazit ist, dass die Stromversorgungssicherheit der Schweiz im Winter 2022/23 nicht gravierend gefährdet ist. Ebenfalls will der Bundesrat auf weitere Unterstützungsmassnahmen für den Winter verzichten.