Marianne Wildi und Roger Süess, beide seit 2022 im Vorstandsausschuss des SAV, diskutieren im Interview die Bedeutung des instabilen, von den sich ablösenden Krisen geprägte Umfeld für ihre Branchen und für sie als Unternehmer und Arbeitgeber.
Angesichts des herrschenden Fachkräftemangels und der sich zukünftig noch stärker abzeichnenden Abhängigkeit der Wirtschaft von der Zuwanderung beantragen die Arbeitgeber für 2024 eine Erhöhung der Drittstaatenkontingente. Sie fordern zudem eine gezielte und arbeitsmarktorientierte Lockerung der Zulassungspraxis zugunsten tieferer Qualifikationen.
Als Sommerserie publiziert der Schweizerische Arbeitgeberverband einzelne Beiträge des kürzlich publizierten Jahresberichts in aktualisierter Form. Den Anfang macht das grenzüberschreitende Homeoffice.
Durch die Pandemie hat sich das Homeoffice rasant ausgebreitet und betrifft auch einen grossen Teil der rund 350'000 in der Schweiz tätigen Grenzgänger. Die Schweiz und Frankreich haben sich nun auf eine dauerhafte Lösung für die Besteuerung der Einkünfte aus dem Homeoffice geeinigt.
Angesichts der sinkenden Reallöhne der letzten beiden Jahre wollen die Gewerkschaften «in die Offensive» gehen. Sie wollen neben der Preisentwicklung auch steigende Mieten und Krankenkassenprämien durch die Arbeitgeber kompensiert sehen. Und vergessen dabei ebenso die Reallohnsteigerung zwischen 2012 und 2021 wie auch die Schädlichkeit übertriebener Lohnforderungen für den Schweizer Wirtschaftsmotor.
Seit Inkrafttreten der Personenfreizügigkeit wuchs das BIP pro Kopf in der Schweiz um insgesamt fast 20 Prozent. Sollen die Standortattraktivität und der Wohlstand auf diesem Niveau beibehalten werden, ist unser Land auf die Rekrutierung aus den EU- und Efta-Ländern angewiesen. Zu diesem Schluss kommt auch der vom Seco publizierte 19. Observatoriumsbericht.
Fristgerecht hat SwissSkills die Schweizer Bewerbung für die EuroSkills 2029 eingereicht. Damit stellt sich die Schweiz definitiv zur Wahl als Austragungsort der Europäischen Berufsmeisterschaften.