Der Sozialpartnerschaft verdankt die Schweiz etliche Errungenschaften. Gewerkschaften und Verbände haben dabei eine entscheidende Rolle gespielt. Roland A. Müller, Direktor des Schweizerischen Arbeitgeberverbands, und Arno Kerst, Syna-Präsident, weisen im Gespräch mit der Zeitschrift «Management und Qualität» den Weg für ein zukunftsweisendes Modell einer Sozialpartnerschaft.
Muss das Rentenalter erhöht werden? Ja. In dreissig Jahren wird sich die Zahl der Rentner auf gegen drei Millionen nahezu verdoppelt haben. Nur mit einer schrittweisen Erhöhung des Rentenalters lässt sich die AHV sichern. Ein höheres Rentenalter ist zudem ein Gebot der Fairness zwischen den Generationen.
Ein strukturelles Problem braucht eine strukturelle Lösung: Steigende Lebenserwartung und Rentnerzahlen verlangen nach raschen Massnahmen, etwa die Angleichung und Flexibilisierung des Rentenalters. Die Vorlage des Ständerats nimmt zwar verschiedene zentrale Anliegen der Wirtschaft auf, setzt jedoch zusätzlich auf einen inakzeptablen Leistungsausbau in der AHV. Soll die Reform gelingen, muss sich das Parlament auf die Erhaltung des heutigen Leistungsniveaus konzentrieren.
Die demografische Entwicklung führt dazu, dass die Bedeutung älterer Mitarbeitender für die Unternehmen wächst. Die Rheinmetall Air Defence AG, Teil eines weltweit agierenden Technologiekonzerns, hat dies erkannt. Mittels Demografiemanagement will das in der Sicherheitsindustrie tätige Unternehmen motivierte Mitarbeitende möglichst lange an sich binden.
Wie können die demografischen Herausforderungen am Arbeitsmarkt bewältigt werden? Und welche Rolle spielen ältere Arbeitnehmer dabei? Ein Anlass des Verbands Zürcher Handelsfirmen im Rahmen der Initiative «Zukunft Arbeitsmarkt Schweiz» nahm sich diesen Fragen an.
Der Bundesrat senkt den Mindestzinssatz in der beruflichen Vorsorge auf 1,25 Prozent. Sein Entscheid ist richtig. Das tiefe Zinsniveau, der starke Franken und die unsichere weltwirtschaftliche Lage erfordern eine Senkung des Mindestzinses.