Weitere Unterstützung für eine sachliche Diskussion über Lohngleichheit und Gleichstellung: In einer neuen Publikation zeigt Avenir Suisse die Grenzen von Lohnkontrollen auf und damit deren Untauglichkeit zur Überprüfung der Gleichstellung der Geschlechter. Damit Frauen gleichberechtigt am Erwerbsleben teilnehmen können, braucht es stattdessen Massnahmen, welche die Vereinbarkeit von Beruf und Familie fördern.
Ab sofort können die Berufsverbände ihre Berufsbildungsabschlüsse international verständlicher bezeichnen. Das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation hat dazu gemeinsam mit den Berufsbildungsakteuren eine englische Terminologie erarbeitet. Die Lösung überzeugt.
Der Bundesrat hat die Vernehmlassung zur Änderung des Bundesgesetzes über die Gleichstellung von Frau und Mann eröffnet. Er fordert, wie erwartet, staatlich verordnete Lohnkontrollen auf Unternehmensebene. Der Entscheid beruht jedoch auf einer umstrittenen Grundlage, die viel zitierte «Lohndiskriminierung» von 8,7 Prozent ist weiterhin zu hinterfragen. Es ist unverständlich, dass der Bundesrat die breite Kritik der letzten Monate am Analyseverfahren zur Ermittlung von «Lohndiskriminierung» ignoriert.
Der Verein Compasso präsentiert neue Instrumente für die berufliche Integration. Damit stärkt Compasso die freiwilligen Eingliederungsaktivitäten der Arbeitgeber. Diese haben bereits massgeblich zur Transformation der IV in eine Integrationsversicherung beigetragen. Allfällige Quotenregelungen sind deshalb unnötig – wenn nicht kontraproduktiv.
Die Lage auf dem Schweizer Arbeitsmarkt hat sich aufgrund verschiedener Faktoren verschlechtert. Die Arbeitslosenzahl dürfte in den kommenden Monaten auf gegen vier Prozent ansteigen, sagte Valentin Vogt im «Bilanz Business-Talk» zum Thema Arbeitsplatzsicherheit. «Unser Land ist gut auf diese Situation vorbereitet», so der Präsident des Schweizerischen Arbeitgeberverbands mit Verweis auf den nach wie vor funktionierenden, dynamischen Arbeitsmarkt und die guten Sozialsysteme.
Der Branchenverband ICT Switzerland hat gemeinsam mit dem Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Zürich die Studie «Arbeitsmarktfähigkeit arbeitsloser Informatiker 45+» präsentiert. Danach sind ältere Informatiker insgesamt gut qualifiziert. Ihre Kompetenzen werden aber bei einer Stellenbewerbung nicht immer genügend erkannt. Verschiedene Massnahmen sollen nun Abhilfe schaffen.