Eine aktuelle Studie im Auftrag des Staatssekretariats für Wirtschaft bestätigt erneut, dass die Personenfreizügigkeit generell keinen Druck auf die Schweizer Löhne erzeugt.
| Daniella Lützelschwab
Seit 2004 lässt das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) die Auswirkungen der Personenfreizügigkeit auf die Lohnverhältnisse in der Schweiz untersuchen. Die neueste Erhebung zieht wiederum eine positive Bilanz: Die Personenfreizügigkeit erzeugt generell keinen Druck auf das Schweizer Lohngefüge.
Die Studie bestätigt die Annahme, dass die Personenfreizügigkeit kein Lohn-Dumping eingeführt hat in der Schweiz. Im Gegenteil: Die Öffnung des Schweizer Arbeitsmarktes schützt vor exzessiven Löhnen. Dank der Personenfreizügigkeit befinden sich mehr Fachleute auf dem Arbeitsmarkt. Ungesunde Lohnentwicklungen, die auf einen Mangel an Spezialisten zurückgehen, können so verhindert werden.
Die durch das Bundesamt für Statistik veröffentlichten Daten zeigen, dass sich die Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern auch 2024 weiter verringert haben. Dieser langfristige Trend deutet darauf hin, dass sich die Profile von Frauen und Männern auf dem Arbeitsmarkt zunehmend angleichen. Für den Schweizerischen Arbeitgeberverband bleibt entscheidend, dass die Debatte auf einer sachlichen Interpretation der Daten basiert.
Der Bundesrat sieht keinen Bedarf für ein allgemeines Obligatorium in der Krankentaggeldversicherung. Wie ein kürzlich veröffentlichter Bericht zeigt, verfügt bereits ein grosser Teil der Unternehmen über eine Krankentaggeldversicherung. Fälle, in denen ein Betrieb keine Versicherungsdeckung erhält, sind selten. Der Schweizerische Arbeitgeberverband begrüsst die Haltung des Bundesrats. Wichtig ist allerdings, dass Unternehmen, die eine Krankentaggeldversicherung abschliessen möchten, ein entsprechendes Angebot erhalten.
Als Sommerserie publiziert der Schweizerische Arbeitgeberverband einzelne Beiträge des kürzlich publizierten Jahresberichts in leicht gekürzter oder aktualisierter Form. Die Schweizer Sozialpartnerschaft setzt auf praxistaugliche Lösungen statt staatlicher Überregulierung. Ihre Stärke liegt in der Nähe zum…
Das Sekretariat der Wettbewerbskommission hat heute die Vernehmlassung zu seinem Merkblatt über Wettbewerbsabreden auf Arbeitsmärkten eröffnet. Der Schweizerische Arbeitgeberverband wird den vorliegenden Entwurf prüfen und sich im Rahmen der Vernehmlassung einbringen.