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Arbeitsmarkt News

Bedarfsgerechte Zuwanderung begünstigt den strukturellen Wandel der Schweizer Wirtschaft

Der 15. Bericht des Observatoriums des Bundesamts für Wirtschaft Seco zeigt, dass der Schweizer Arbeitsmarkt Zuwanderer erfolgreich integriert. Arbeitgeber profitieren sowohl aufgrund der demografischen Herausforderungen als auch aufgrund des sich wandelnden wirtschaftlichen Umfelds vom Know-how der ausländischen Fachkräfte.

Der 15. Observatoriumsbericht zeigt das nahezu symbiotische Ineinandergreifen des Bedarfs des Schweizer Arbeitsmarkts nach Fachkräften und der Zuwanderung als Folge des Personenfreizügigkeitsabkommens (FZA) mit der Europäischen Union. Der Bericht belegt auch die Bemühungen der Schweizer Arbeitgeber, das inländische Arbeitskräftepotenzial besser auszuschöpfen. «Der demografische Wandel und die mit der Digitalisierung zunehmenden Anforderungen an die Arbeitskräfte stellen die Schweizer Wirtschaft bei der Stellenbesetzung vor Herausforderungen», räumte Roland Müller, Direktor des Schweizerischen Arbeitgeberverbands (SAV), anlässlich des Point de Presse ein. Deshalb seien die Massnahmen zur Förderung des inländischen Arbeitskräftepotenzials richtig, die der Bundesrat unlängst vorgestellt hatte. «Wichtig bleibt für den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Unternehmen aber auch der Zugang zu Know-how und damit Fachkräften aus EU-/EFTA- sowie Drittstaaten», ergänzte der SAV-Direktor und verwies auf die Bedeutung der Personenfreizügigkeit für die Schweizer Wirtschaft zur Bewältigung dieses Strukturwandels: «Mit der nun aktuellen Begrenzungsinitiative steht jedoch ein brandgefährliches Politikum im Raum, das die Personenfreizügigkeit bedingungslos kündigen möchte und die Beziehungen zur Europäischen Union gefährdet.»

Der Seco-Bericht fördert gesamtschweizerisch keine grösseren Unterschiede bei Löhnen zwischen FZA-Zuwanderern und Einheimischen zutage. Er zeigt, vielmehr, dass das Lohnwachstum in der Schweiz in den letzten Jahren über alle Branchen der Lohnverteilung ausgeglichen erfolgte.

Der Observatoriumsbericht bestätigt die Einschätzung der Arbeitgeber, dass von der Zuwanderung der letzten Jahre kein signifikanter Lohndruck ausging. Dies ist sowohl auf die Schutzmassnahmen der Lohn- und Arbeitsbedingungen durch die Flankierenden Massnahmen (FlaM) als auch auf die höheren Qualifizierungen im Schweizer Arbeitsmarkt zurückzuführen.

Fakten aus dem 15. Observatoriumsbericht

Ihre Ansprechperson

Daniella Lützelschwab

Ressortleiterin Arbeitsmarkt und Arbeitsrecht (inkl. Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz)

daniella.luetzelschwab@arbeitgeber.ch

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