Nicht nur die Teuerung ist in der Schweiz so hoch wie schon lange nicht mehr, auch die Forderungen aus Gewerkschaftskreisen sind rekordverdächtig. Zum Ausgleich der inflationsbedingten Kaufkraftverluste verlangen diese bis zu 5 Prozent mehr Lohn. Valentin Vogt, Präsident des Schweizerischen Arbeitgeberverbandes dämpft im Interview mit «CH Media» nun aber diese Erwartungen: «Es wird ein Lohnherbst wie jeder andere». So würden die Löhne in der Schweiz nicht automatisch der Teuerung angepasst – weder nach oben, noch nach unten, meint der höchsten Arbeitgeber. Da die Löhne in der Schweiz mehrheitlich in den Firmen ausgehandelt werden, dürften die Unternehmen, die einen finanziellen Spielraum haben, die Löhne anheben. Dazu werden jedoch nicht alle Unternehmen in der Lage sein, denn man dürfe nicht ausser Acht lassen, dass viele Firmen während der Corona-Krise ihre Reserven anzapfen mussten, so Vogt. Zudem seien die Unternehmen mit weiteren Herausforderungen wie den stockenden Lieferketten oder dem weiterhin zunehmenden Fachkräftemangel konfrontiert, welche die Wirtschaft zusätzlich belasten.
Die durch das Bundesamt für Statistik veröffentlichten Daten zeigen, dass sich die Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern auch 2024 weiter verringert haben. Dieser langfristige Trend deutet darauf hin, dass sich die Profile von Frauen und Männern auf dem Arbeitsmarkt zunehmend angleichen. Für den Schweizerischen Arbeitgeberverband bleibt entscheidend, dass die Debatte auf einer sachlichen Interpretation der Daten basiert.
Der Bundesrat sieht keinen Bedarf für ein allgemeines Obligatorium in der Krankentaggeldversicherung. Wie ein kürzlich veröffentlichter Bericht zeigt, verfügt bereits ein grosser Teil der Unternehmen über eine Krankentaggeldversicherung. Fälle, in denen ein Betrieb keine Versicherungsdeckung erhält, sind selten. Der Schweizerische Arbeitgeberverband begrüsst die Haltung des Bundesrats. Wichtig ist allerdings, dass Unternehmen, die eine Krankentaggeldversicherung abschliessen möchten, ein entsprechendes Angebot erhalten.
Als Sommerserie publiziert der Schweizerische Arbeitgeberverband einzelne Beiträge des kürzlich publizierten Jahresberichts in leicht gekürzter oder aktualisierter Form. Die Schweizer Sozialpartnerschaft setzt auf praxistaugliche Lösungen statt staatlicher Überregulierung. Ihre Stärke liegt in der Nähe zum…
Das Sekretariat der Wettbewerbskommission hat heute die Vernehmlassung zu seinem Merkblatt über Wettbewerbsabreden auf Arbeitsmärkten eröffnet. Der Schweizerische Arbeitgeberverband wird den vorliegenden Entwurf prüfen und sich im Rahmen der Vernehmlassung einbringen.