Die SwissSkills 2029 werden in St. Gallen ausgetragen. Im selben Jahr finden die EuroSkills in Genf statt. Damit ergibt sich eine einmalige Gelegenheit, die gesamte Schweiz für die Berufsbildung zu begeistern.
| Nicole Meier
Heute wurde bekanntgegeben, dass die Schweizer Berufsmeisterschaften SwissSkills im Jahr 2029 in St. Gallen ausgetragen werden. Alle drei Bewerbungen (namentlich Basel, Bern und St. Gallen) überzeugten mit ihren Konzepten und der Schweizerische Arbeitgeberverband hätte jeden Durchführungsort begrüsst.
Mit der Austragung der SwissSkills 2029 in St. Gallen sowie den EuroSkills 2029 in Genf wird eine umfassende landesregionale Abdeckung ermöglicht. Zugleich wird einerseits in der lateinischen Schweiz die duale Berufsbildung gefördert, wo sie weniger stark verankert ist. Andererseits wird mit der Ostschweiz gezielt eine Region gestärkt, die mit ihrem grossen Einzugsgebiet und dem hohen Potenzial an Jugendlichen ausgezeichnete Voraussetzungen bietet, um die duale Berufsbildung weiter zu fördern. Die Kombination der beiden Veranstaltungsorte ermöglicht es, die Stärken der Berufsbildung in der ganzen Schweiz sichtbar zu machen.
Ihre Ansprechperson
Nicole Meier
Ressortleiterin Bildung und Berufliche Aus- und Weiterbildung
Der Schweizer Lehrstellenmarkt zeigt sich auch 2026 stabil. Die Unternehmen halten ihr Lehrstellenangebot weitgehend konstant und die grosse Mehrheit der Lehrstellen konnte bis im Sommer besetzt werden. Gleichzeitig bleibt die Besetzung offener Lehrstellen für einen Teil der Betriebe anspruchsvoll: Angebot und Nachfrage finden nicht immer zusammen.
Der Ständerat setzt bei der Entlastung der Lehrbetriebe sowie bei Weiterbildung und Umschulung auf Prüfung statt auf Ausbau. Er verzichtet damit auf vorschnelle neue Förderinstrumente und zusätzliche staatliche Strukturen. Der Schweizerische Arbeitgeberverband begrüsst diesen Kurs.
Die Kompetenzen der Jugendlichen in Lesen und Mathematik gehen weiter zurück. Dies bestätigen die heute veröffentlichten PISA-Ergebnisse 2025 und deckt sich mit den Erfahrungen der Lehrbetriebe, wie eine kürzlich publizierte Umfrage der Wirtschaftsverbände zeigte. Für den Schweizerischen Arbeitgeberverband ist klar: Die Grundkompetenzen der Jugendlichen müssen wieder stärker ins Zentrum rücken, denn sie bilden die Grundlage für erfolgreiche Bildungsabschlüsse, die Fachkräftesicherung und die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz.
Sinkende Grundkompetenzen am Ende der obligatorischen Schulzeit werden für die Berufsbildung zunehmend zur Herausforderung. Eine Befragung der Wirtschaftsverbände zeigt deutliche Defizite, insbesondere beim Schreiben und in Mathematik. Fehlende Grundlagen erschweren die Rekrutierung geeigneter Lernender und erhöhen den Betreuungsaufwand. Die Unternehmen investieren erhebliche Ressourcen und halten mehrheitlich an ihrer Ausbildungsbereitschaft fest. Dennoch gibt bereits jedes fünfte Unternehmen an, aufgrund dieser Entwicklung weniger Lernende auszubilden oder ausbilden zu wollen.