Internationaler Kongress zur Stärkung der Berufsbildung in Winterthur
Die Berufsbildung gilt in der Schweiz als bewährt und erfolgreich. Auf internationaler Ebene ist das praxisnahe Lernen jedoch weniger verbreitet. Der Internationale Berufsbildungskongress vom Juni 2016 in Winterthur ist die ideale Plattform, um die positiven Erfahrungen in der Schweiz mit anderen Ländern zu teilen und gleichzeitig von ihnen zu lernen.
| Nicole Meier
In angelsächsischen und auch im lateinischen Kulturraum sind Ausbildungssysteme, die direkt in der beruflichen Praxis verankert und nicht primär schulisch geprägt sind, wenig bekannt oder haben kein hohes Sozialprestige. Ganz anders in der Schweiz: Unser System der Berufsbildung geniesst im In- und Ausland einen guten Ruf.
Um dieser Schweizer Spitzenposition Ausdruck zu verleihen, Erfahrungen weiterzugeben und umgekehrt von anderen Ländern zu lernen, organisiert der Bund im nächsten Sommer den zweiten Internationalen Berufsbildungskongress. Der Schwerpunkt der zweiten Austragung unter dem Motto «Dank Kompetenzen zu Wohlstand – Erfolgselemente teilen» liegt auf dem Austausch und der gegenseitigen Übernahme von erfolgversprechenden Systemelementen der Berufsbildung zwischen den Nationen.
Der Internationale Berufsbildungskongress bietet eine Plattform für den internationalen Austausch und globalen Wissenstransfer für Entscheidungsträger in Bildung, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft aus aller Welt. Er wird vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation, von mehreren Kantonen und Organisationen der Arbeitswelt – darunter der Schweizerische Arbeitgeberverband – sowie von der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften getragen und findet vom 20. bis 22. Juni 2016 in Winterthur statt. Ab sofort ist die Anmeldung möglich.
Ihre Ansprechperson
Nicole Meier
Ressortleiterin Bildung und Berufliche Aus- und Weiterbildung
Der Ständerat setzt bei der Entlastung der Lehrbetriebe sowie bei Weiterbildung und Umschulung auf Prüfung statt auf Ausbau. Er verzichtet damit auf vorschnelle neue Förderinstrumente und zusätzliche staatliche Strukturen. Der Schweizerische Arbeitgeberverband begrüsst diesen Kurs.
Die Kompetenzen der Jugendlichen in Lesen und Mathematik gehen weiter zurück. Dies bestätigen die heute veröffentlichten PISA-Ergebnisse 2025 und deckt sich mit den Erfahrungen der Lehrbetriebe, wie eine kürzlich publizierte Umfrage der Wirtschaftsverbände zeigte. Für den Schweizerischen Arbeitgeberverband ist klar: Die Grundkompetenzen der Jugendlichen müssen wieder stärker ins Zentrum rücken, denn sie bilden die Grundlage für erfolgreiche Bildungsabschlüsse, die Fachkräftesicherung und die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz.
Sinkende Grundkompetenzen am Ende der obligatorischen Schulzeit werden für die Berufsbildung zunehmend zur Herausforderung. Eine Befragung der Wirtschaftsverbände zeigt deutliche Defizite, insbesondere beim Schreiben und in Mathematik. Fehlende Grundlagen erschweren die Rekrutierung geeigneter Lernender und erhöhen den Betreuungsaufwand. Die Unternehmen investieren erhebliche Ressourcen und halten mehrheitlich an ihrer Ausbildungsbereitschaft fest. Dennoch gibt bereits jedes fünfte Unternehmen an, aufgrund dieser Entwicklung weniger Lernende auszubilden oder ausbilden zu wollen.
Als Sommerserie publiziert der Schweizerische Arbeitgeberverband einzelne Beiträge des kürzlich publizierten Jahresberichts in leicht gekürzter oder aktualisierter Form. Die duale Berufsbildung ist ein tragender Pfeiler des Schweizer Arbeitsmarkts. Ihr Erfolg beruht auch auf dem Berufs-…