Digital Natives blicken mit viel Optimismus in die berufliche Zukunft
Die eidgenössische Jugendbefragung ch-x befragte die erste Generation der Digital Natives zu ihren Werten, Lebens- und Zukunftsvorstellungen. Ihrer beruflichen Zukunft stehen die jungen Erwachsenen in der Schweiz mit hohen Erwartungen und viel Optimismus gegenüber. Karriere zu machen, spielt eine weniger wichtige Rolle.
| Nicole Meier
Die Befunde der ch-x-Erhebungsstudie beruhen auf Daten von rund 50‘000 jungen Erwachsenen, die 2012 und 2013 befragt wurden und einen Altersdurchschnitt von 19 Jahren aufwiesen. Ihrer beruflichen Zukunft stehen die jungen Erwachsenen mit hohen Erwartungen und viel Optimismus gegenüber. Rund 35 Prozent sehen sich in Zukunft in einem akademischen Beruf, wie etwa Arzt, Anwältin oder Lehrperson. Das Gros der jungen Erwachsenen zeigt eine ausgesprochen hohe berufliche Leistungsbereitschaft. Dies steht laut den Autoren teilweise im Gegensatz zu den Vorstellungen in der Öffentlichkeit.
Die Jugendlichen messen dem Lebensbereich «Arbeit und Beruf» eine hohe Bedeutung bei, während die berufliche Karriere für sie vergleichsweise weniger wichtig ist. Sie streben ein Leben an, das sich sowohl durch Erfüllung in Arbeit und Beruf als auch durch ein erfülltes persönliches Sozialleben auszeichnet. Sie sind scheinbar nur bedingt dazu bereit, Aspekte des persönlichen Soziallebens zugunsten einer beruflichen Karriere aufzugeben. Diesen Widerspruch erklären sich die Autoren damit, dass die Jugendlichen Wohlstand und Gestaltungsspielraum als selbstverständlich erachten.
Mit Blick auf die unternehmerische Personalpolitik und die grossen demografischen Herausforderungen im Schweizer Arbeitsmarkt ist es für die Arbeitgeber besonders wichtig, sich mit den Werthaltungen und Erwartungen der Berufseinsteiger auseinanderzusetzen.
Ihre Ansprechperson
Nicole Meier
Ressortleiterin Bildung und Berufliche Aus- und Weiterbildung
Der Ständerat setzt bei der Entlastung der Lehrbetriebe sowie bei Weiterbildung und Umschulung auf Prüfung statt auf Ausbau. Er verzichtet damit auf vorschnelle neue Förderinstrumente und zusätzliche staatliche Strukturen. Der Schweizerische Arbeitgeberverband begrüsst diesen Kurs.
Die Kompetenzen der Jugendlichen in Lesen und Mathematik gehen weiter zurück. Dies bestätigen die heute veröffentlichten PISA-Ergebnisse 2025 und deckt sich mit den Erfahrungen der Lehrbetriebe, wie eine kürzlich publizierte Umfrage der Wirtschaftsverbände zeigte. Für den Schweizerischen Arbeitgeberverband ist klar: Die Grundkompetenzen der Jugendlichen müssen wieder stärker ins Zentrum rücken, denn sie bilden die Grundlage für erfolgreiche Bildungsabschlüsse, die Fachkräftesicherung und die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz.
Sinkende Grundkompetenzen am Ende der obligatorischen Schulzeit werden für die Berufsbildung zunehmend zur Herausforderung. Eine Befragung der Wirtschaftsverbände zeigt deutliche Defizite, insbesondere beim Schreiben und in Mathematik. Fehlende Grundlagen erschweren die Rekrutierung geeigneter Lernender und erhöhen den Betreuungsaufwand. Die Unternehmen investieren erhebliche Ressourcen und halten mehrheitlich an ihrer Ausbildungsbereitschaft fest. Dennoch gibt bereits jedes fünfte Unternehmen an, aufgrund dieser Entwicklung weniger Lernende auszubilden oder ausbilden zu wollen.
Als Sommerserie publiziert der Schweizerische Arbeitgeberverband einzelne Beiträge des kürzlich publizierten Jahresberichts in leicht gekürzter oder aktualisierter Form. Die duale Berufsbildung ist ein tragender Pfeiler des Schweizer Arbeitsmarkts. Ihr Erfolg beruht auch auf dem Berufs-…