Die meisten Erwerbstätigen in der Schweiz sind mit den Arbeitsbedingungen zufrieden. Sie können flexibler und selbstbestimmter arbeiten als die Arbeitnehmenden in den EU-Ländern. Das Arbeitstempo und der Termindruck sind jedoch überdurchschnittlich hoch, wie eine Studie des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) zeigt.
Die Website des Forschungs- und Entwicklungsprogramms «work & care» ist neu gestaltet und ausgebaut worden. Auf workandcare.ch finden sich neu ausführliche und praxis-orientierte Informationen zu den Instrumenten, die Angehörigen und Arbeitgebern Unterstützung bieten, wenn Pflege und Beruf zu vereinbaren sind.
Die schweizerische Wirtschaft präsentiert sich erfreulich dynamisch. Doch der Druck auf die Exportbranchen wächst, und die externen Risiken für einen Rückschlag bleiben bestehen. Die Schweiz muss deshalb ihre Stärken pflegen: den liberalen Arbeitsmarkt, den freien Personenverkehr mit der EU und eine verlässliche Geldpolitik. Das bekräftigte Valentin Vogt, Präsident des Schweizerischen Arbeitgeberverbands, am «ARBEITGEBERTAG 2012» in Bern. Als Gastreferent trat Bundesrat Alain Berset auf, der die Balance zwischen Wirtschaft und Sozialstaat thematisierte.
Der Lehrstellenmarkt in der Schweiz präsentiert sich dieses Jahr beinahe ausgeglichen. Im Frühjahr interessierten sich 80 500 Jugendliche für eine Lehrstelle, während die Unternehmen 80 000 Lehrstellen anboten. Je nach Branche gibt es jedoch Unterschiede: In technischen Berufen etwa fehlen rund 6500 Lehrlinge. Zudem wird im Bericht «Start ins Berufsleben» gezeigt, welche Massnahmen Schulabgängerinnen und Schulabgängern den Einstieg in die Berufsbildung erleichtern.
Im Mai gingen die Exporte gegenüber dem Vorjahresmonat um 5,5% zurück. Auch arbeitstagbereinigt – der Mai 2012 zählte einen Arbeitstag weniger als der Mai 2011 – blieb ein Minus von 1,3%. Hingegen nahmen die Importe zu.