Die Wirtschaft hat ein grosses Eigeninteresse an einer besseren Vertretung von Frauen in den obersten Führungsgremien. Um der positiven Dynamik der letzten Jahre zusätzlichen Schub zu verleihen, lancieren namhafte Persönlichkeiten aus der Wirtschaft – angeführt von Valentin Vogt, Präsident des Schweizerischen Arbeitgeberverbands – weitere konkrete Schritte zur Erhöhung des Frauenanteils in Verwaltungsräten. Die damit verbundenen Ziele sind erreichbar, wenn sämtliche Beteiligten ihren Beitrag leisten.
Die Schweizer Stimmberechtigten haben sich deutlich gegen eine Erhöhung der AHV-Renten ausgesprochen. Der Schweizerische Arbeitgeberverband begrüsst diesen richtungsweisenden Entscheid. Er verpflichtet die Politik, das gegenwärtige Rentenniveau im Hinblick auf die fortschreitende Alterung der Bevölkerung langfristig zu sichern. Dieser Auftrag ist nun in der Reform der Altersvorsorge in die Tat umzusetzen.
Nächste Woche starten im nationalen Parlament die Beratungen zur Umsetzung der Masseneinwanderungs-Initiative. Ein vom Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Zürich entwickelter Indikator konkretisiert die Umsetzung des Inländervorrangs. Der Indikator misst die Intensität des Fachkräftemangels in 97 Berufen und kann als Grundlage eines Inländervorrangs für Berufe ohne Mangel vorgesehen werden. Der Schweizerische Arbeitgeberverband begrüsst das Berufsgruppen-Modell als zielführend, weil es nicht ganze Branchen betrifft sowie regional und zeitlich befristet wirkt.
Die Konferenz der Kantonsregierungen hat ihr Konzept zur Umsetzung von Artikel 121a BV präsentiert. Der Schweizerische Arbeitgeberverband begrüsst den Beitrag der Kantone zur einvernehmlichen Umsetzung der Masseneinwanderungs-Initiative ausdrücklich – mit einer Ausnahme: Beim Inländervorrang ist an Berufsgruppen, und nicht an Branchen, anzuknüpfen.
Die vorberatende Kommission des Nationalrats will die Kosten der Altersvorsorge-Reform auf ein Mass reduzieren, das auch vor dem Volk Bestand haben kann. Zudem setzt sie mit der Stabilisierungsregel auf die langfristige Sicherung der AHV-Renten. Dennoch verpasst auch sie es, die Reform angesichts der gewaltigen demografischen Herausforderungen klar auf die Erhaltung des gegenwärtigen Rentenniveaus auszurichten. Das Risiko eines Totalabsturzes ist damit nicht kleiner geworden.
Der Entscheid von Grossbritannien, aus der Europäischen Union auszutreten, läutet eine neue Phase der politischen und wirtschaftlichen Unsicherheit in Europa ein. Einerseits dürfte die Schweizer Wirtschaft einer konjunkturellen Belastungsprobe ausgesetzt werden. Anderseits wird die Zeit für eine politisch einvernehmliche Lösung zur Umsetzung der Masseneinwanderungs-Initiative sehr knapp. Damit könnte eine einseitige Umsetzung unumgänglich werden.