Die Geschäfte laufen je nach Branche und Betrieb verschieden, demensprechend individuell sind auch die Spielräume für Lohnerhöhungen. Deshalb und in Anbetracht der weiterhin unsicheren Wirtschaftslage ist die Forderung des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds – generell bis zu 1,5 Prozent mehr Lohn im kommenden Jahr – für viele Unternehmen überhöht und unrealistisch.
| Daniella Lützelschwab
Die Situation ist in vielen Bereichen der Wirtschaft nach wie vor angespannt. Oberstes Ziel der Arbeitgeber ist es deshalb, trotz überbewertetem Franken, ungelöster Zuwanderungsfrage und weiterer Unsicherheiten die Arbeitsplätze in der Schweiz zu erhalten. Die Margen sind derzeit vielerorts schlicht zu tief, um Lohnerhöhungen im grossen Stil zu ermöglichen.
Um den je nach Branche und teilweise auch von Betrieb zu Betrieb unterschiedlichen Geschäftsverläufen Rechnung zu tragen, finden die Lohnverhandlungen dezentral statt. In Anbetracht der insgesamt schwierigen Wirtschaftslage werden Lohnerhöhungen bis zu 1,5 Prozent, wie die Verbände des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds fordern, die Ausnahme bleiben.
Ihre Ansprechperson
Daniella Lützelschwab
Ressortleiterin Arbeitsmarkt und Arbeitsrecht (inkl. Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz)
Die durch das Bundesamt für Statistik veröffentlichten Daten zeigen, dass sich die Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern auch 2024 weiter verringert haben. Dieser langfristige Trend deutet darauf hin, dass sich die Profile von Frauen und Männern auf dem Arbeitsmarkt zunehmend angleichen. Für den Schweizerischen Arbeitgeberverband bleibt entscheidend, dass die Debatte auf einer sachlichen Interpretation der Daten basiert.
Der Bundesrat sieht keinen Bedarf für ein allgemeines Obligatorium in der Krankentaggeldversicherung. Wie ein kürzlich veröffentlichter Bericht zeigt, verfügt bereits ein grosser Teil der Unternehmen über eine Krankentaggeldversicherung. Fälle, in denen ein Betrieb keine Versicherungsdeckung erhält, sind selten. Der Schweizerische Arbeitgeberverband begrüsst die Haltung des Bundesrats. Wichtig ist allerdings, dass Unternehmen, die eine Krankentaggeldversicherung abschliessen möchten, ein entsprechendes Angebot erhalten.
Als Sommerserie publiziert der Schweizerische Arbeitgeberverband einzelne Beiträge des kürzlich publizierten Jahresberichts in leicht gekürzter oder aktualisierter Form. Die Schweizer Sozialpartnerschaft setzt auf praxistaugliche Lösungen statt staatlicher Überregulierung. Ihre Stärke liegt in der Nähe zum…
Das Sekretariat der Wettbewerbskommission hat heute die Vernehmlassung zu seinem Merkblatt über Wettbewerbsabreden auf Arbeitsmärkten eröffnet. Der Schweizerische Arbeitgeberverband wird den vorliegenden Entwurf prüfen und sich im Rahmen der Vernehmlassung einbringen.