Für eine ausgeglichene Geschlechtervertretung – gegen Quoten
Im Rahmen der Revision des Aktienrechts will der Bundesrat Zielwerte für die Vertretung der Geschlechter in Verwaltungsrat und Geschäftsleitung wirtschaftlich bedeutender, börsenkotierter Gesellschaften festlegen: Frauen wie Männer sollen in diesen Gremien zu mindestens 30 Prozent vertreten sein. Der Schweizerische Arbeitgeberverband bedauert diesen Entscheid.
| Daniella Lützelschwab
Geht es nach dem Bundesrat, sollen wirtschaftlich bedeutende, börsenkotierte Gesellschaften verpflichtet werden, in ihren Verwaltungsräten und Geschäftsleitungen für beide Geschlechter eine Quote von mindestens 30 Prozent einzuhalten. Für die Anpassung hätten sie fünf Jahre Zeit. Gelingt dies nicht, müssen die Unternehmen im jährlichen Vergütungsbericht die Gründe dafür nennen und die bereits umgesetzten und die geplanten Massnahmen darlegen.
Der Schweizerische Arbeitgeberverband ist für eine ausgeglichene Geschlechtervertretung in Führungsgremien. Er erachtet aber Quoten als ungeeignetes Instrument zur Erhöhung des Frauenanteils. Vielmehr ist es Aufgabe der Unternehmen selber, sich konkrete Ziele zu setzen und entsprechende Massnahmen umzusetzen. Dass bei den Unternehmen die Bereitschaft dazu vorhanden ist, zeigte eine Studie des unabhängigen Vermögensverwalters zCapital und des Schweizerischen Arbeitgeberverbands.
Ihre Ansprechperson
Daniella Lützelschwab
Ressortleiterin Arbeitsmarkt und Arbeitsrecht (inkl. Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz)
Die durch das Bundesamt für Statistik veröffentlichten Daten zeigen, dass sich die Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern auch 2024 weiter verringert haben. Dieser langfristige Trend deutet darauf hin, dass sich die Profile von Frauen und Männern auf dem Arbeitsmarkt zunehmend angleichen. Für den Schweizerischen Arbeitgeberverband bleibt entscheidend, dass die Debatte auf einer sachlichen Interpretation der Daten basiert.
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Als Sommerserie publiziert der Schweizerische Arbeitgeberverband einzelne Beiträge des kürzlich publizierten Jahresberichts in leicht gekürzter oder aktualisierter Form. Die Schweizer Sozialpartnerschaft setzt auf praxistaugliche Lösungen statt staatlicher Überregulierung. Ihre Stärke liegt in der Nähe zum…
Das Sekretariat der Wettbewerbskommission hat heute die Vernehmlassung zu seinem Merkblatt über Wettbewerbsabreden auf Arbeitsmärkten eröffnet. Der Schweizerische Arbeitgeberverband wird den vorliegenden Entwurf prüfen und sich im Rahmen der Vernehmlassung einbringen.