Der jährliche Observatoriumsbericht zum Freizügigkeitsabkommen (FZA) bescheinigt der Schweiz eine massvolle Zuwanderung, wovon Wirtschaft und Bevölkerung gleichermassen profitieren. Weder werden einheimische Arbeitskräfte von den Zugewanderten verdrängt noch kommen die Löhne unter Druck. Die Arbeitgeber wollen deshalb nicht am FZA rütteln.
Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) hat mit einer Studie suggeriert, dass Arbeitskräfte im Alter zwischen 55 und 64 Jahren die Auswirkungen der Corona-Krise am stärksten spüren. Als Beleg dafür wurden gezielt Branchen ausgewählt, die gemäss SGB überdurchschnittlich viele ältere Arbeitskräfte entlassen. Eine Überprüfung der Fakten zeigt, dass die Auswertung politisch gefärbt ist.
Bundesrätin Karin Keller-Sutter sprach sich zusammen mit Vertretern der Sozialpartner für ein Nein gegen die Begrenzungsinitiative aus. Für die Arbeitgeber wäre eine Annahme der Initiative verantwortungslos und würde die Wirtschaft nachhaltig schwächen. Mit den bewährten Flankierenden Massnahmen bleiben die Löhne in der Schweiz geschützt.
Aufgrund tiefer Ansteckungen mit dem Coronavirus hebt der Bundesrat die verbliebenen Einschränkungen weitgehend auf. Für die Arbeitgeber werden damit die Schutzkonzepte vereinfacht. Ausserdem entfallen die Empfehlungen zur Arbeit im Home Office sowie die Vorgaben zum Schutz besonders gefährdeter Mitarbeiter. Die Arbeitgeber begrüssen die Erleichterungen für die Wirtschaft.
Das Parlament hat die Gesetzesänderung für die Einführung der Tracing-App gutgeheissen. Wer den Lohn im Falle einer kantonsärztlich angeordneten Quarantäne langfristig bezahlen muss, ist noch nicht geklärt. Der SAV fordert eine Finanzierung, die nicht zulasten der Arbeitgeber geht.
Die Arbeitgeber unterstützen die parlamentarische Initiative, die zum Ziel hat, die frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung stärker im Bildungssystem zu verankern. Damit werden Massnahmen zur Verbesserung der Chancengerechtigkeit bereits im Kindergartenalter umgesetzt.