Die Schweizer Wirtschaft begrüsst die geplanten Gespräche zum Rahmenabkommen auf höchster politischer Ebene. Die Wirtschaftsdachverbände economiesuisse und Schweizerischer Arbeitgeberverband fordern vom Bundesrat, dass er die noch offenen Punkte mit der EU-Spitze rasch klärt. Es ist im Interesse des ganzen Landes, den bilateralen Weg für die Zukunft zu sichern.
Der Bundesrat beurteilt die Lage in der Corona-Pandemie weiterhin als fragil, beschliesst aber kleine Öffnungsschritte. Die Arbeitgeber vermissen an diesem vorsichtigen Kurs, dass er mit einer konkreten Perspektive für Wirtschaft und Gesellschaft verbunden wird.
Trotz schwierigem Umfeld wird die Entwicklung in einigen Branchen der Wirtschaft im ersten Quartal 2021 etwas positiver eingeschätzt als noch Ende 2020. Die Beschäftigungsaussichten hingegen haben sich gesamtwirtschaftlich im ersten Quartal 2021 weiter eingetrübt.
Die vom Bundesrat geänderten Verordnungen zum Covid-19-Gesetz präzisieren die bisherigen Unterstützungen für Härtefälle und die Leistungen beim Erwerbsausfall. Die Arbeitgeber erwarten, dass die Hilfsgelder rasch an die notleidenden Unternehmen ausbezahlt werden. Die Coronakrise schlägt beim Bund bisher mit 38 Mrd. Franken zu Buche.
Das Förderprogramm für Weiterbildung am Arbeitsplatz «Einfach besser!…am Arbeitsplatz» steht nun auch für kleine Unternehmen ab drei Personen offen. Im Fokus stehen die Grundkompetenzen.
Die Arbeitgeber unterstützen die Ausrichtung der «Weiterentwicklung der IV» mit Ergänzungen zu einigen Punkten. Sie weisen aber ausdrücklich darauf hin, dass damit die strukturellen und insbesondere die finanziellen Probleme der IV nicht gelöst sind. Die eigentliche Sanierung der IV muss noch angegangen werden.