Nach dem Ständerat sagt auch der Nationalrat Nein zur «AHVplus»-Initiative. Damit erteilt er einerseits realitätsfernen Rentenerhöhungen eine Absage, andererseits ebnet er mit seinem Entscheid den Weg für eine rasche Bereinigung der Altersvorsorge-Reform. Nun gilt es, die Reform so zu gestalten, dass sie für Wirtschaft und Gesellschaft verkraftbar ist.
Mitarbeitende der CSS Versicherung, die motiviert und positiv in die Berufsphase ab Alter 50 gehen, können von ihrem Arbeitgeber weiterhin spannende Entwicklungsmöglichkeiten erwarten. In Seminaren werden sie darauf vorbereitet. Voraussetzungen sind, dass ältere Mitarbeitende sich nicht in falscher Sicherheit wähnen und die nötige Leistung nach wie vor erbringen.
Gemäss den bereits vorliegenden Lohnabschlüssen sowie Schätzungen sollen die Löhne im kommenden Jahr im Schnitt um 0,5 Prozent steigen. Roland A. Müller gibt im Interview mit der «Tagesschau» des Schweizer Fernsehens zu bedenken, dass das Wirtschaftswachstum auch 2016 schwach ausfallen wird. Ob Lohnerhöhungen möglich seien, hänge stark davon ab, wie gut es in den einzelnen Branchen und Unternehmen laufe bzw. wie stark sie unter der Frankenstärke litten.
Der Ständerat versenkt eine Motion, die den Einfluss des Bundes auf die Berufsbildungsaktivitäten der Kantone erhöhen wollte. Dass die Motion scheiterte, ist richtig. Das heutige System hat sich bewährt.
Der Ständerat folgt seiner vorberatenden Bildungskommission sowie dem Bundesrat und lehnt die Motion Aebischer zur Finanzierung der Prüfungsvorbereitungskurse der höheren Berufsbildung ab. Das Ziel der Motion wird bereits erfüllt und vom Schweizerischen Arbeitgeberverband mitgetragen: die Stärkung der höheren Berufsbildung dank mehr öffentlicher Mittel und eines subjektorientierten Finanzierungssystems.