Wie eine Seeschlange taucht die Europäische Sozialcharta (ESC) wieder in der bundespolitischen Agenda auf. Vor einigen Wochen hat der Ständerat eine Motion mit dem Titel «Verzicht auf eine Ratifizierung der Europäischen Sozialcharta» abgelehnt und sich damit gegen den Nationalrat…
Der Bund veranstaltet 2017 eine dreiteilige Konferenz mit dem Ziel, die Arbeitsmarktintegration von Menschen mit Behinderung durch verstärkte Zusammenarbeit zu verbessern. Die Arbeitgeber unterstützen diese Initiative. Der Erfolg von Compasso zeigt: Freiwillige Zusammenarbeit ist einer Lösung mit staatlichem Zwang überlegen.
Berufsschullehrpersonen und Berufsbildungsverantwortliche ausbilden, Berufe weiterentwickeln, Trends analysieren und die Berufsbildung im Ausland fördern: Breit ist das Tätigkeitsfeld des Eidgenössischen Hochschulinstituts für Berufsbildung. Dessen Präsident, Philippe Gnaegi, betont im Gespräch die starke Ausrichtung des Instituts an der Praxis der Berufsbildung und plädiert für einen noch intensiveren Austausch mit den Arbeitgebern.
Integration und Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt: eine Win-win-Situation für Unternehmen, Mitarbeitende und Gesellschaft. Davon ist Martin Kaiser, Leiter Sozialpolitik des Arbeitgeberverbandes und Präsident von Compasso, überzeugt.
Fast die Hälfte der rund 13'000 Neurentner pro Jahr werden der IV aus den RAV oder der Sozialhilfe zugespielt. Die Dauer des Sozialhilfebezugs betrug in diesen Fällen häufig mehrere Jahre. Die Sozialhilfeleitung ist eigentlich darauf ausgelegt, vorübergehende Krisen aufzufangen. Nun verkommt sie jedoch oft zu einer eigentlichen Ersatzrente. Diese «Verrentung» der Sozialhilfe ist der falsche Weg – so lautet das Verdikt von Martin Kaiser, der in seinem Gastbeitrag jene Akteure adressiert, die im Bereich der Sozialhilfe tätig sind.
Das Parlament hat zum Ende der Wintersession das revidierte Ausländergesetz zur Umsetzung der Masseneinwanderungs-Initiative fristgerecht verabschiedet. Daraufhin hat der Bundesrat umgehend die Erweiterung der Personenfreizügigkeit auf Kroatien ratifiziert und damit den vollen Anschluss der Schweiz an das EU-Forschungsprogramm «Horizon 2020» gesichert. Die Wirtschaft begrüsst diese Entscheide und wird sich auf Verordnungsebene weiterhin für eine unbürokratische Regelung der noch offenen Fragen einsetzen.