Zu Beginn der Frühlingssession beugt sich erneut der Nationalrat über die Reform der Altersvorsorge 2020. Mit den Verbesserungen seiner vorberatenden Kommission steht der grossen Kammer ein Modell zur Verfügung, das deutlich besser wirkt und weit weniger kostet als das Modell des Ständerats. Dies belegen die Berechnungen des Bundesamts für Sozialversicherungen.
Im zweiten Anlauf hat die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Nationalrats drei parlamentarischen Initiativen Folge gegeben, die allesamt gewisse Modernisierungen des Arbeitsgesetzes fordern. Für den Schweizerischen Arbeitgeberverband ist eine offene Diskussion dieser berechtigten Anliegen und möglicher Lösungen angezeigt. Diese kann nun von den zuständigen Kommissionen und dem Parlament in Angriff genommen werden.
Die Arbeitswelt ist stets im Wandel, das Arbeitsgesetz muss deshalb sporadisch modernisiert werden. Arbeitgeber-Direktor Roland A. Müller debattiert in der Sendung «ECO» des Schweizer Fernsehens mit Luca Cirigliano vom Schweizerischen Gewerkschaftsbund über eine weitere Teilrevision des Arbeitsgesetzes und entkräftet unbegründete Befürchtungen: «Die Arbeitszeiterfassung soll nicht abgeschafft, sondern erleichtert werden – und zwar nur für leitende Angestellte und Fachspezialisten in vergleichbarer Stellung, nicht für das Gros der Arbeitnehmenden.»
Die Internationale Arbeitgeberorganisation (IOS) hat eine Studie publiziert, die aufzeigt, dass die Digitalisierung der Wirtschaft zwar Risiken, aber auch Chancen für die Arbeitswelt birgt. Entgegen anderslautender Vorhersagen prognostiziert sie kein Verschwinden von Arbeitsplätzen in den kommenden Jahren.
Die Erwerbslosenquote hat sich in der Schweiz in den letzten zehn Jahren nur wenig bewegt und lag 2015 bei 4,5 Prozent. Auffallend sind die gestiegenen Quoten bei Personen mit tiefem Bildungsniveau und jugendlichen Männern. Dies unterstreicht die Bedeutung einer soliden Ausbildung und höherer Bildungsabschlüsse besonders für Jugendliche.
Die Erwerbslosigkeit in der Schweiz hat gemäss den neusten Zahlen des Bundesamts für Statistik abgenommen. Bei Frauen und Männern im Alter zwischen 55 und 64 Jahren ist der Rückgang sowohl im Vorquartals- als auch im Vorjahresvergleich besonders ausgeprägt. Die in dieser Alterskategorie erstmals seit 2013 rückläufige Erwerbslosenquote zeigt, dass die Bemühungen der Unternehmen zur besseren Integration von älteren Arbeitnehmenden in den Erwerbsprozess erfolgreich sind.