Am nationalen Zukunftstag, der bisher Tochtertag hiess, warfen Jungen und Mädchen einen Blick über die Geschlechtergrenzen in der Arbeitswelt.
| Roland A. Müller
Knaben schnupperten in Kinderkrippen, Altersheimen oder im Sekretariat, in derzeit noch relativ typischen Frauenberufen. Ziel des Zukunftstages ist indes, zu zeigen, dass Berufe kein Geschlecht haben, dass Männer Familien- und Berufsarbeit verbinden und Frauen als Technikerinnen oder Ingenieurinnen tätig sein können. Wie die Organisatoren des Nationalen Zukunftstags am Donnerstag mitteilten, haben sich rund 1000 Firmen auf der Webseite des Zukunftstags eingetragen. Tausende Mädchen und Buben hätten am Sensibilisierungstag teilgenommen.
Rund 700 Mädchen besuchten demnach im Rahmen der Projekte «Mädchen-Technik-los!» und «Mädchen-Informatik-los!» Betriebe, Fachhochschulen und Universitäten und schauten Technikerinnen und Informatikerinnen über die Schultern. Um Knaben für sogenannte Frauenberufe zu sensibilisieren, öffneten am Donnerstag 240 Kinderkrippen, Alters- und Pflegeheime ihre Türen. So konnten die Jungs «Ein Tag als Profibetreuer» tätig sein.
Der Zukunftstag wurde 2001 als Tochtertag lanciert. Dieses Jahr feierte die erfolgreiche Idee ihr zehntes Jubiläum. Sie ist ein Projekt der Gleichstellungsfachstellen der Kantone Appenzell Ausserrhoden, Bern, Baselland, Freiburg, Genf, Graubünden, Luzern, Ob- und Nidwalden, St. Gallen, Tessin, Zürich und der Stadt Bern. Finanziell unterstützt wird der Zukunftstag vom Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT).
Wenn über die Revision des Kriegsmaterialgesetzes (KMG) diskutiert wird, über die wir am 29. November abstimmen, stehen meist Fragen der Sicherheitspolitik im Zentrum. Die Vorlage passt die Regeln für die Ausfuhr und Wiederausfuhr von Kriegsmaterial an die veränderte sicherheitspolitische Lage in Europa an. Dabei wird häufig übersehen, dass die Vorlage auch eine Standort- und Innovationsfrage ist.
Der Ständerat hat bei den Lohnschutzmassnahmen im Rahmen des Vertragspakets Schweiz-EU wichtige Entscheide gefällt. Er folgt dabei in zentralen Punkten dem bundesrätlichen Vorschlag und stärkt die gemeinsam mit den Sozialpartnern erarbeiteten Lösungen beim Lohnschutz.
Pünktlich zum Lohnherbst kehren neben überhöhten Forderungen auch altbekannte Behauptungen zurück: Die Unternehmen behielten die Produktivitätsgewinne auf Kosten der Arbeitnehmenden für sich. Oder: Die Krankenkassenprämien stiegen stärker als die Löhne, weshalb es einen kräftigen Lohnaufschlag brauche. Warum stimmen beide nicht, und wie viel Lohn liegt 2027 drin?
Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats (WAK-S) hat das von den Sozialpartnern zusammen mit dem Bund erarbeitete Paket zum Lohnschutz im Rahmen des Vertragspakets Schweiz–EU aufgeschnürt und Änderungen an mehreren Massnahmen beschlossen. Mit dem Beharren auf einer Kautionspflicht für ausländische Unternehmen nimmt die WAK-S eine Verletzung von EU-Recht in Kauf. Sie schwächt zudem die Unterstützung des Vertragspakets im Inland.