Viele Lehrstellen in der Deutschschweiz sind vergeben
Der Lehrstellenmarkt in der Schweiz präsentiert sich rund zwei Monate vor dem Beginn der Lehren stabil. In der Deutschschweiz ist der Grossteil der Lehrstellen bereits vergeben, in der Westschweiz und im Tessin läuft die Rekrutierung noch, wie das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) mitteilte.
| Roland A. Müller
Gemäss Kantonsangaben sind regional noch in diversen Berufsfeldern Lehrstellen offen. Unter www.berufsberatung.ch zeigt der Lehrstellennachweis LENA, welche Lehrstellen in den jeweiligen Kantonen zu vergeben sind. Insbesondere das Bauhaupt- und Baunebengewerbe, die Holz- und Metallindustrie sowie die Landwirtschaft bieten auf Lehrbeginn 2010 weiterhin freie Ausbildungsplätze an.
Rekrutierung für Jobs mit hohen Anforderungen schwieriger
Gemäss der monatlichen Umfrage des BBT wurde in der Deutschschweiz ein grosser Teil der Lehrstellen bereits vergeben. Die Westschweiz und das Tessin befinden sich noch bis Ende August in der Rekrutierungsphase. Weiter stellte sich bei der BBT-Umfrage heraus, dass trotz einer ausgeglichenen Lehrstellensituation das Lehrstellenangebot in verschiedenen Berufsbereichen nicht immer der Nachfrage entspricht.
Jugendliche mit sozialen oder schulischen Defiziten hätten nach wie vor Mühe, einen Ausbildungsplatz zu finden. Auf der anderen Seite gestalte sich die Rekrutierung von geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern für Anbieter von Ausbildungsplätzen in beruflichen Grundbildungen mit hohen Anforderungsprofilen zunehmend schwieriger.
Zusätzliche Anstrengungen vor den Sommerferien
Die Kantone begegneten diesen Tendenzen mit gezieltem Lehrstellenmarketing, Lehrstellennachweisen, Brückenangeboten und individueller Begleitung von Jugendlichen (z.B. Case Management Berufsbildung). Kurz vor den Sommerferien unternehmen sie gemäss BBT zusätzliche Anstrengungen, um die verbleibenden Lehrplätze an interessierte Jugendliche zu vermitteln.
Wenn über die Revision des Kriegsmaterialgesetzes (KMG) diskutiert wird, über die wir am 29. November abstimmen, stehen meist Fragen der Sicherheitspolitik im Zentrum. Die Vorlage passt die Regeln für die Ausfuhr und Wiederausfuhr von Kriegsmaterial an die veränderte sicherheitspolitische Lage in Europa an. Dabei wird häufig übersehen, dass die Vorlage auch eine Standort- und Innovationsfrage ist.
Der Ständerat hat bei den Lohnschutzmassnahmen im Rahmen des Vertragspakets Schweiz-EU wichtige Entscheide gefällt. Er folgt dabei in zentralen Punkten dem bundesrätlichen Vorschlag und stärkt die gemeinsam mit den Sozialpartnern erarbeiteten Lösungen beim Lohnschutz.
Pünktlich zum Lohnherbst kehren neben überhöhten Forderungen auch altbekannte Behauptungen zurück: Die Unternehmen behielten die Produktivitätsgewinne auf Kosten der Arbeitnehmenden für sich. Oder: Die Krankenkassenprämien stiegen stärker als die Löhne, weshalb es einen kräftigen Lohnaufschlag brauche. Warum stimmen beide nicht, und wie viel Lohn liegt 2027 drin?
Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats (WAK-S) hat das von den Sozialpartnern zusammen mit dem Bund erarbeitete Paket zum Lohnschutz im Rahmen des Vertragspakets Schweiz–EU aufgeschnürt und Änderungen an mehreren Massnahmen beschlossen. Mit dem Beharren auf einer Kautionspflicht für ausländische Unternehmen nimmt die WAK-S eine Verletzung von EU-Recht in Kauf. Sie schwächt zudem die Unterstützung des Vertragspakets im Inland.