Umfrage: Aussichten auf Arbeitsmarkt bleiben positiv
Nur 7% von 750 befragten Arbeitgebern in der Schweiz rechnen laut dem Arbeitsmarktbarometer von Manpower mit einem Rückgang ihrer Beschäftigtenzahlen im 4. Quartal 2011. 9% erwarten gar eine Aufstockung ihres Personalbestands.
| Roland A. Müller
Die so genannte Netto-Arbeitsmarktprognose, welche die Arbeitgeber mit Ausbauplänen gegen jene mit Abbauabsichten verrechnet, beträgt somit 2 Prozentpunkte, wie Manpower mitteilte. Bereinigt um saisonale Effekte wie die Beschäftigung auf dem Bau, beträgt die Netto-Arbeitsmarktprognose 7%. Sie liegt damit auf dem Wert des Vorquartals. Der Schweizer Arbeitsmarkt sei in eine Phase der Abflachung getreten. Unsicherheit und Vorsicht seien spürbar, so Manpower Schweiz. Vor Mitte 2012 werde sich die Lage kaum verschlechtern.
In fünf der zehn Wirtschaftssektoren sind die Beschäftigungsaussichten positiv. Selbst in der Industrie überwiegt trotz der Wechselkursproblematik die Zahl der Unternehmen, die einen Ausbau der Beschäftigung planen (Netto-Arbeitsmarktprognose: 4 Prozentpunkte). Den kräftigsten Ausbau (+15%) planen Arbeitgeber in der Energie- und Wasserversorgung. Im Sektor Banken, Versicherungen, Immobilien und Dienstleistungen bleibt der Wert (+6%) positiv, obwohl die beiden Grossbanken umfassende Personalkürzungen angekündigt haben. Die schwächste Netto-Arbeitsmarktprognose wurde im Verkehr und Nachrichtenwesen (-17 %) gemessen, es handelt sich um das tiefste Ergebnis in diesem Sektor seit Einführung der Studie in der Schweiz. Das Baugewerbe (-5%) weist im Quartals- und Jahresvergleich deutliche Verluste auf.
Wenn über die Revision des Kriegsmaterialgesetzes (KMG) diskutiert wird, über die wir am 29. November abstimmen, stehen meist Fragen der Sicherheitspolitik im Zentrum. Die Vorlage passt die Regeln für die Ausfuhr und Wiederausfuhr von Kriegsmaterial an die veränderte sicherheitspolitische Lage in Europa an. Dabei wird häufig übersehen, dass die Vorlage auch eine Standort- und Innovationsfrage ist.
Der Ständerat hat bei den Lohnschutzmassnahmen im Rahmen des Vertragspakets Schweiz-EU wichtige Entscheide gefällt. Er folgt dabei in zentralen Punkten dem bundesrätlichen Vorschlag und stärkt die gemeinsam mit den Sozialpartnern erarbeiteten Lösungen beim Lohnschutz.
Pünktlich zum Lohnherbst kehren neben überhöhten Forderungen auch altbekannte Behauptungen zurück: Die Unternehmen behielten die Produktivitätsgewinne auf Kosten der Arbeitnehmenden für sich. Oder: Die Krankenkassenprämien stiegen stärker als die Löhne, weshalb es einen kräftigen Lohnaufschlag brauche. Warum stimmen beide nicht, und wie viel Lohn liegt 2027 drin?
Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats (WAK-S) hat das von den Sozialpartnern zusammen mit dem Bund erarbeitete Paket zum Lohnschutz im Rahmen des Vertragspakets Schweiz–EU aufgeschnürt und Änderungen an mehreren Massnahmen beschlossen. Mit dem Beharren auf einer Kautionspflicht für ausländische Unternehmen nimmt die WAK-S eine Verletzung von EU-Recht in Kauf. Sie schwächt zudem die Unterstützung des Vertragspakets im Inland.