Das Stellenangebot in der Schweiz ging im vierten Quartal 2009 erstmals seit Sommer 2008 nicht weiter zurück. Das zeigt der Adecco-Index, der von der Universität Zürich erhoben wurde.
| Roland A. Müller
Die Stabilisierung des Stellenangebots der Schweizer Wirtschaft habe sich zum Jahresende 2009 fortgesetzt, heisst es in einer gemeinsamen Mitteilung des Stellenvermittlers Adecco und der Universität Zürich. Diese Entwicklung sei im Vergleich zum Vorjahr ausgesprochen positiv und setze im Hinblick auf die Arbeitsmarktentwicklung im neuen Jahr ein erfreuliches Zeichen. Ein Aufschwung auf breiter Basis lasse allerdings noch auf sich warten.
Zentralschweiz positiv, Grossraum Zürich eher negativ
In der Deutschschweiz stagnierte der Stellenmarkt im vierten Quartal 2009. In der lateinischen Schweiz dagegen nahm das Angebot nach einem grösseren Rückgang im Vorquartal wieder deutlich um 10 % zu. Positiv sticht die Zentralschweiz heraus, wo das Stellenangebot im Vergleich zum Vorquartal um 13 % stieg. Adecco spricht von einer Trendwende, nachdem die Zentralschweiz zuvor besonders schlecht abgeschnitten hatte. In der Genfersee-Region legte das Angebot um 8 % zu, in der Nordwestschweiz um 7 %.
In der grössten Arbeitsmarkt-Region der Schweiz, dem Grossraum Zürich, ging hingegen das Stellenangebot um 3 % zurück. Im Espace Mittelland, zu dem unter anderem die Kantone Bern und Solothurn gehören, sackte das Angebot gar um 11 % ab. In der Ostschweiz blieb die Zahl der ausgeschriebenen Stellen auf tiefem Niveau stabil (+1 %). Unverändertes Stellenangebot auf Unternehmenswebseiten Die Online-Jobportale profitierten mit einem Plus von 7 % am stärksten vom teilweise anziehenden Stellenmarkt, wie es weiter heisst. Das Stellenangebot auf Unternehmenswebseiten blieb dagegen im Schlussquartal 2009 fast unverändert (-1 %). Düsterer sieht es für die Presse aus, wo die Stelleninserate erneut um 12 % zurückgingen.
Wenn über die Revision des Kriegsmaterialgesetzes (KMG) diskutiert wird, über die wir am 29. November abstimmen, stehen meist Fragen der Sicherheitspolitik im Zentrum. Die Vorlage passt die Regeln für die Ausfuhr und Wiederausfuhr von Kriegsmaterial an die veränderte sicherheitspolitische Lage in Europa an. Dabei wird häufig übersehen, dass die Vorlage auch eine Standort- und Innovationsfrage ist.
Der Ständerat hat bei den Lohnschutzmassnahmen im Rahmen des Vertragspakets Schweiz-EU wichtige Entscheide gefällt. Er folgt dabei in zentralen Punkten dem bundesrätlichen Vorschlag und stärkt die gemeinsam mit den Sozialpartnern erarbeiteten Lösungen beim Lohnschutz.
Pünktlich zum Lohnherbst kehren neben überhöhten Forderungen auch altbekannte Behauptungen zurück: Die Unternehmen behielten die Produktivitätsgewinne auf Kosten der Arbeitnehmenden für sich. Oder: Die Krankenkassenprämien stiegen stärker als die Löhne, weshalb es einen kräftigen Lohnaufschlag brauche. Warum stimmen beide nicht, und wie viel Lohn liegt 2027 drin?
Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats (WAK-S) hat das von den Sozialpartnern zusammen mit dem Bund erarbeitete Paket zum Lohnschutz im Rahmen des Vertragspakets Schweiz–EU aufgeschnürt und Änderungen an mehreren Massnahmen beschlossen. Mit dem Beharren auf einer Kautionspflicht für ausländische Unternehmen nimmt die WAK-S eine Verletzung von EU-Recht in Kauf. Sie schwächt zudem die Unterstützung des Vertragspakets im Inland.