Auch im März veränderte sich die Lehrstellensituation im Vergleich zum Vormonat nicht. Der Lehrstellenmarkt präsentierte sich weiterhin stabil.
| Roland A. Müller
Der Lehrstellenmarkt spiegelte gemäss der monatlichen Umfrage des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie (BBT) bei den Kantonen folgende Tendenzen:
Wie bereits im Februar ist das Lehrstellenangebot auch im März mit der Vorjahresperiode vergleichbar. Besonders in der deutschsprachigen Schweiz wurden viele Lehrstellen bereits vergeben. Die Romandie und das Tessin beginnen traditionell erst später mit der Rekrutierung.
Für Anbieter von Ausbildungsplätzen in beruflichen Grundbildungen mit hohen Anforderungsprofilen gestaltet sich die Rekrutierung von geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern zunehmend schwieriger.
Jugendliche mit sozialen oder schulischen Bildungsdefiziten haben nach wie vor Mühe, einen Ausbildungsplatz zu finden. Auch entspricht das Lehrstellenangebot in verschiedenen Berufsbereichen nicht immer der Nachfrage.
Die Kantone begegnen diesen Tendenzen unter anderem mit einem verstärkten Lehrstellenmarketing. Zum Beispiel führen die Kantone Aargau, Bern, Freiburg, Jura, Neuenburg, Schaffhausen, Solothurn, Zug und Zürich am Mittwoch, 5. Mai 2010, gemeinsam mit 16 Lokalradios den zweiten interkantonalen Lehrstellentag durch. Unter dem Motto Berufsbildung als Chance» wollen sie vermehrt für den Stellenwert und die Chancen der Berufsbildung sensibilisieren und zusätzliche Lehrstellen schaffen. Im Fokus des Lehrstellentages stehen Themen rund um die Berufsbildung, die Lehrstellensuche und die Lehrstellenförderung.
In der Schweiz erhalten alle Betriebe, die Lernende ausbilden, von den kantonalen Berufsbildungsämtern jährlich die Vignette für Lehrbetriebe. Sie ist eine Anerkennung für das Engagement der Unternehmen in der Berufsbildung. Die Lehrbetriebsvignette kann von allen Lehrbetrieben auf vielfältige Art und Weise zu Marketingzwecken verwendet werden.
Wenn über die Revision des Kriegsmaterialgesetzes (KMG) diskutiert wird, über die wir am 29. November abstimmen, stehen meist Fragen der Sicherheitspolitik im Zentrum. Die Vorlage passt die Regeln für die Ausfuhr und Wiederausfuhr von Kriegsmaterial an die veränderte sicherheitspolitische Lage in Europa an. Dabei wird häufig übersehen, dass die Vorlage auch eine Standort- und Innovationsfrage ist.
Der Ständerat hat bei den Lohnschutzmassnahmen im Rahmen des Vertragspakets Schweiz-EU wichtige Entscheide gefällt. Er folgt dabei in zentralen Punkten dem bundesrätlichen Vorschlag und stärkt die gemeinsam mit den Sozialpartnern erarbeiteten Lösungen beim Lohnschutz.
Pünktlich zum Lohnherbst kehren neben überhöhten Forderungen auch altbekannte Behauptungen zurück: Die Unternehmen behielten die Produktivitätsgewinne auf Kosten der Arbeitnehmenden für sich. Oder: Die Krankenkassenprämien stiegen stärker als die Löhne, weshalb es einen kräftigen Lohnaufschlag brauche. Warum stimmen beide nicht, und wie viel Lohn liegt 2027 drin?
Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats (WAK-S) hat das von den Sozialpartnern zusammen mit dem Bund erarbeitete Paket zum Lohnschutz im Rahmen des Vertragspakets Schweiz–EU aufgeschnürt und Änderungen an mehreren Massnahmen beschlossen. Mit dem Beharren auf einer Kautionspflicht für ausländische Unternehmen nimmt die WAK-S eine Verletzung von EU-Recht in Kauf. Sie schwächt zudem die Unterstützung des Vertragspakets im Inland.