SECO: Wachstum der Wirtschaft schwächt sich ab

16. September 2010 News

Nach einer postiven Entwicklung verlangsamt sich das Wachstum der Schweizer Wirtschaft. Vor allem bei den Exporten ist wegen der Frankenstärke ein Bremser zu erwarten. Die Ökonomen des SECO senken deshalb ihre Konjunkturprognose für 2011.

Das Schweizer Bruttoinlandprodukt (BIP) dürfte im nächsten Jahr noch um 1,2% wachsen, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) mitteilte. In seiner Prognose vom Juni hatte es ein Plus von 1,6% in Aussicht gestellt. Die Experten des Bundes korrigierten auch die Prognose für das laufende Jahr, diese allerdings markant nach oben. Sie rechnen nun für 2010 mit einem kräftigen BIP-Wachstum von 2,7%, nachdem sie bisher einen Wert von 1,8% erwartet haben.

Anzeichen der Abkühlung
Im Gegensatz zu den meisten OECD-Ländern habe die Schweiz den rezessionsbedingten Rückgang der Wirtschaftsleitung Mitte 2010 wieder aufgeholt, schreibt das SECO. Hierzulande habe sich die Konjunktur über Erwarten mit kräftigen BIP-Zuwächsen in hohem Tempo erholt. Allerdings gebe es erste Zeichen für eine Abkühlung.
So entwickelten sich die Warenausfuhren im zweiten Quartal 2010 «deutlich weniger schwungvoll» als in den Vorquartalen. Die Geschäftserwartungen in der Industrie – insbesondere bei den stark exportorientierten Firmen – verschlechterten sich über den Sommer wieder leicht.

Allmähliche Verlangsamung
Für die zweite Jahreshälfte rechnen die Experten aber nicht mit einer abrupten Verschlechterung der Konjunktur, sondern mit einer allmählichen Verlangsamung des hohen Wachstumstempos. Als grossen Unsicherheitsfaktor bezeichnet das SECO die Frankenstärke, die sich vor allem auf die Exporte der Schweizer Firmen negativ auswirkt. In den vergangenen Monaten gewann der Franken vor allem zum Euro, aber auch zu anderen Währungen wie dem Dollar, weiter an Wert, wie das SECO schreibt.