Gemäss dem Arbeitsmarktbarometer des Stellenvermittlers Manpower rechnen bereits 12% der Arbeitgeber damit, dass ihre Beschäftigtenzahlen ansteigen werden.
| Roland A. Müller
In der letzten Umfrage für das Arbeitsmarktbarometer vor drei Monaten waren noch 7% der Unternehmen von einem Anstieg ihrer Beschäftigtenzahl ausgegangen. Der Anteil jener Unternehmen, die eine rückläufige Zahl von Angestellten erwarten, sank in der gleichen Periode von 10% auf 3%.
12% der 751 regelmässig befragten Unternehmen rechnen damit, dass Ende Monat wieder mehr Angestellte auf ihrer Lohnliste stehen. 84% wollen weder zusätzliches Personal rekrutieren noch Arbeitsplätze abbauen. Saisonale Schwankungen abgezogen resultiert aus den Zahlen eine Netto-Arbeitsmarktprognose von +15%, wie Manpower mitteilte.
Die Arbeitsmarktprognose des Stellenvermittlers besteht aus der Differenz zwischen Arbeitgebern, die im Vergleich zum Vorquartal eine Beschäftigten-Zunahme erwarten, und Arbeitgebern, die mit einer Abnahme rechnen. Mit einem Plus von 15% ist die Prognose so positiv wie noch nie, seit Manpower 2005 mit der Erhebung des Arbeitsmarktbarometers begonnen hat.
Wenn über die Revision des Kriegsmaterialgesetzes (KMG) diskutiert wird, über die wir am 29. November abstimmen, stehen meist Fragen der Sicherheitspolitik im Zentrum. Die Vorlage passt die Regeln für die Ausfuhr und Wiederausfuhr von Kriegsmaterial an die veränderte sicherheitspolitische Lage in Europa an. Dabei wird häufig übersehen, dass die Vorlage auch eine Standort- und Innovationsfrage ist.
Der Ständerat hat bei den Lohnschutzmassnahmen im Rahmen des Vertragspakets Schweiz-EU wichtige Entscheide gefällt. Er folgt dabei in zentralen Punkten dem bundesrätlichen Vorschlag und stärkt die gemeinsam mit den Sozialpartnern erarbeiteten Lösungen beim Lohnschutz.
Pünktlich zum Lohnherbst kehren neben überhöhten Forderungen auch altbekannte Behauptungen zurück: Die Unternehmen behielten die Produktivitätsgewinne auf Kosten der Arbeitnehmenden für sich. Oder: Die Krankenkassenprämien stiegen stärker als die Löhne, weshalb es einen kräftigen Lohnaufschlag brauche. Warum stimmen beide nicht, und wie viel Lohn liegt 2027 drin?
Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats (WAK-S) hat das von den Sozialpartnern zusammen mit dem Bund erarbeitete Paket zum Lohnschutz im Rahmen des Vertragspakets Schweiz–EU aufgeschnürt und Änderungen an mehreren Massnahmen beschlossen. Mit dem Beharren auf einer Kautionspflicht für ausländische Unternehmen nimmt die WAK-S eine Verletzung von EU-Recht in Kauf. Sie schwächt zudem die Unterstützung des Vertragspakets im Inland.