Der Arbeitsmarkt in der Schweiz erholt sich langsam. Per Ende Juni nahm die Gesamtbeschäftigung im Vergleich zum Vorjahr um 0,5% zu, wie der am Beschäftigungsbarometer des Bundesamtes für Statistik (BFS) zeigt.
| Roland A. Müller
Die Zahl der Erwerbstätigen betrug im zweiten Quartal 2010 4,5 Millionen. Die Zahl der schweizerischen Arbeitskräfte blieb stabil bei 3,3 Millionen (-0,1%), während bei den ausländischen Arbeitskräften eine Zunahme von 2,1% auf 1,3 Millionen verzeichnet wurde, teilte das BFS mit.
Die Beschäftigtenzahl nahm innert Jahresfrist um 0,6% auf rund 4 Millionen zu. Im Industrie-Sektor betrug der Rückgang ebenfalls 0,6% (rund 1 Million Beschäftigte), während der Dienstleistungs-Sektor eine Zunahme von 1,0% verzeichnete (rund 3 Millionen). Im Vergleich zum Vorquartal wuchs die Beschäftigung saisonbereinigt um 0,2%. Die Gesamtbeschäftigung werde sich in den nächsten Quartalen weiter verbessern, schrieb das BFS weiter. Bei allen in die nahe Zukunft gerichteten Indikatoren sei ein Aufwärtstrend festzustellen.
Erwerbstätige sind Personen, die mehr als 1 Stunde pro Woche arbeiten. Die Beschäftigtenstatistik orientiert sich dagegen an den besetzten Stellen mit mehr als 6 Stunden Arbeit pro Woche in Betrieben des sekundären und tertiären Sektors. Ausgeklammert sind dabei Angestellte in Privathaushalten und Selbständigerwerbende ohne Betrieb.
Wenn über die Revision des Kriegsmaterialgesetzes (KMG) diskutiert wird, über die wir am 29. November abstimmen, stehen meist Fragen der Sicherheitspolitik im Zentrum. Die Vorlage passt die Regeln für die Ausfuhr und Wiederausfuhr von Kriegsmaterial an die veränderte sicherheitspolitische Lage in Europa an. Dabei wird häufig übersehen, dass die Vorlage auch eine Standort- und Innovationsfrage ist.
Der Ständerat hat bei den Lohnschutzmassnahmen im Rahmen des Vertragspakets Schweiz-EU wichtige Entscheide gefällt. Er folgt dabei in zentralen Punkten dem bundesrätlichen Vorschlag und stärkt die gemeinsam mit den Sozialpartnern erarbeiteten Lösungen beim Lohnschutz.
Pünktlich zum Lohnherbst kehren neben überhöhten Forderungen auch altbekannte Behauptungen zurück: Die Unternehmen behielten die Produktivitätsgewinne auf Kosten der Arbeitnehmenden für sich. Oder: Die Krankenkassenprämien stiegen stärker als die Löhne, weshalb es einen kräftigen Lohnaufschlag brauche. Warum stimmen beide nicht, und wie viel Lohn liegt 2027 drin?
Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats (WAK-S) hat das von den Sozialpartnern zusammen mit dem Bund erarbeitete Paket zum Lohnschutz im Rahmen des Vertragspakets Schweiz–EU aufgeschnürt und Änderungen an mehreren Massnahmen beschlossen. Mit dem Beharren auf einer Kautionspflicht für ausländische Unternehmen nimmt die WAK-S eine Verletzung von EU-Recht in Kauf. Sie schwächt zudem die Unterstützung des Vertragspakets im Inland.