Das Wachstum der Schweizer Wirtschaft dürfte zwar anhalten, aber spürbar schwächer werden. Zu dieser Schlussfolgerung kommt das Konjunkturbarometer der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF).
| Roland A. Müller
Für den August weist das KOF-Konjunkturbarometer einen Wert von 1,61 Punkten aus. Damit kommt es – es soll das Wirtschaftswachstum mit einem Vorlauf von ein bis zwei Quartalen abbilden – im August auf 0,37 Zähler weniger als im Juli. Dies sei der stärkste Rückgang seit über zwei Jahren, teilte die KOF mit. Den Juli-Wert revidierte das Forschungsinstitut von 2,04 auf 1,98 nach unten. Die Wachstumsdynamik des Schweizer Bruttoinlandprodukts (BIP) dürfte somit in den kommenden Monaten spürbar schwächer werden, so die KOF.
Erfreuliche Signale sende weiterhin das Baugewerbe aus, während sich die Schweizer Industrie wie auch die Exporte in die EU deutlich schwächer entwickelt hätten. Zudem habe auch der Binnenkonsum leicht abgenommen, führen die Wirtschaftsexperten aus.
Wenn über die Revision des Kriegsmaterialgesetzes (KMG) diskutiert wird, über die wir am 29. November abstimmen, stehen meist Fragen der Sicherheitspolitik im Zentrum. Die Vorlage passt die Regeln für die Ausfuhr und Wiederausfuhr von Kriegsmaterial an die veränderte sicherheitspolitische Lage in Europa an. Dabei wird häufig übersehen, dass die Vorlage auch eine Standort- und Innovationsfrage ist.
Der Ständerat hat bei den Lohnschutzmassnahmen im Rahmen des Vertragspakets Schweiz-EU wichtige Entscheide gefällt. Er folgt dabei in zentralen Punkten dem bundesrätlichen Vorschlag und stärkt die gemeinsam mit den Sozialpartnern erarbeiteten Lösungen beim Lohnschutz.
Pünktlich zum Lohnherbst kehren neben überhöhten Forderungen auch altbekannte Behauptungen zurück: Die Unternehmen behielten die Produktivitätsgewinne auf Kosten der Arbeitnehmenden für sich. Oder: Die Krankenkassenprämien stiegen stärker als die Löhne, weshalb es einen kräftigen Lohnaufschlag brauche. Warum stimmen beide nicht, und wie viel Lohn liegt 2027 drin?
Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats (WAK-S) hat das von den Sozialpartnern zusammen mit dem Bund erarbeitete Paket zum Lohnschutz im Rahmen des Vertragspakets Schweiz–EU aufgeschnürt und Änderungen an mehreren Massnahmen beschlossen. Mit dem Beharren auf einer Kautionspflicht für ausländische Unternehmen nimmt die WAK-S eine Verletzung von EU-Recht in Kauf. Sie schwächt zudem die Unterstützung des Vertragspakets im Inland.