Der Aufwärtstrend bei den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in der Schweiz hält an. Im zweiten Quartal konnten die KMU ihre Umsätze im Vergleich zum Vorjahr steigern, wie eine Umfrage ergab.
| Roland A. Müller
Am besten sieht die Lage bei den KMU in der Industrie und im Dienstleistungssektor aus, wie aus dem jüngsten KMU-Barometer der UBS und des Schweizerischen Gewerbeverbands hervorgeht. Auch die Umfrage-Indizes zu Cashflow und Gewinn der KMU fielen im zweiten Quartel 2010 besser aus als im ersten, die Werte sind gesamthaft aber immer noch negativ. Die Umsätze der KMU entwickeln sich besser als jene der Grossunternehmen, letztere konnten sich gegenüber dem Vorjahr nicht steigern.
In der Industrie verbesserte sich zudem im zweiten Quartal das Geschäftsklima erneut, also die Daten zu Produktion, Auftragseingang und Umsatz. Diese positive Entwicklung dürfte sich im dritten Quartal fortsetzen. Weniger positiv sieht die Situation im Baugewerbe, im Detailhandel und im Tourismus aus. KMU aus jenen Sektoren berichteten im zweiten Quartal wie bereits zu Jahresbeginn über stagnierende Umsätze; im Tourismus fielen die Umsätze gar tiefer aus als vor einem Jahr. Im dritten Quartal dürften im Tourismussektor und im Baugewerbe die Umsätze stagnieren, die Detailhändler erwarten ein leichtes Wachstum.
In nächster Zeit wird das Angebot an Lehrstellen voraussichtlich zunehmen, wie die Umfrage weiter ergab. Sowohl KMU als auch Grossunternehmen planen, mehr Lehrlingsarbeitsplätze anzubieten. Kleine Unternehmen bilden im Durchschnitt 3 Lehrlinge aus, bei mittleren Unternehmen sind es 6 und bei Grossunternehmen 25.
Wenn über die Revision des Kriegsmaterialgesetzes (KMG) diskutiert wird, über die wir am 29. November abstimmen, stehen meist Fragen der Sicherheitspolitik im Zentrum. Die Vorlage passt die Regeln für die Ausfuhr und Wiederausfuhr von Kriegsmaterial an die veränderte sicherheitspolitische Lage in Europa an. Dabei wird häufig übersehen, dass die Vorlage auch eine Standort- und Innovationsfrage ist.
Der Ständerat hat bei den Lohnschutzmassnahmen im Rahmen des Vertragspakets Schweiz-EU wichtige Entscheide gefällt. Er folgt dabei in zentralen Punkten dem bundesrätlichen Vorschlag und stärkt die gemeinsam mit den Sozialpartnern erarbeiteten Lösungen beim Lohnschutz.
Pünktlich zum Lohnherbst kehren neben überhöhten Forderungen auch altbekannte Behauptungen zurück: Die Unternehmen behielten die Produktivitätsgewinne auf Kosten der Arbeitnehmenden für sich. Oder: Die Krankenkassenprämien stiegen stärker als die Löhne, weshalb es einen kräftigen Lohnaufschlag brauche. Warum stimmen beide nicht, und wie viel Lohn liegt 2027 drin?
Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats (WAK-S) hat das von den Sozialpartnern zusammen mit dem Bund erarbeitete Paket zum Lohnschutz im Rahmen des Vertragspakets Schweiz–EU aufgeschnürt und Änderungen an mehreren Massnahmen beschlossen. Mit dem Beharren auf einer Kautionspflicht für ausländische Unternehmen nimmt die WAK-S eine Verletzung von EU-Recht in Kauf. Sie schwächt zudem die Unterstützung des Vertragspakets im Inland.