Der Aufschwung der Schweizer Wirtschaft setzte sich im ersten Quartal 2011 laut einer Umfrage der ETH-Konjunkturforschungsstelle (KOF) fast unvermindert fort. Da die Aussichten gut bleiben, sehen viele Firmen – ausser im Gastgewerbe und im Finanzsektor – eine Aufstockung des Personalbestands vor.
| Roland A. Müller
Den Schweizer Unternehmen laufe es rund, teilte die KOF mit. Die Produktion der Industrie expandiere weiterhin kräftig. Dies gelte trotz Frankenstärke insbesondere für die exportorientierten Unternehmen.
Gemäss der Umfrage bei 6800 Firmen legten auch das Baugewerbe, der Projektierungssektor, der Grosshandel, Verkehrs-, Informations- und Kommunikationsunternehmen sowie Dienstleister und Banken zu. Hingegen gaben Detailhändler, Versicherungen und das Gastgewerbe leichte Rückgänge an. Insbesondere die Hotellerie meldete Einbussen. Für die kommenden drei Monate erwarten aber alle befragten Wirtschaftsbereiche eine steigende oder zumindest stagnierende Nachfrage.
Vor dem Hintergrund dieser insgesamt erfreulichen Entwicklung werde die Zahl der Beschäftigten in vielen Branchen als zu knapp beurteilt. Für die nahe Zukunft ist daher laut KOF bei Industrie, Projektierungssektor, Baugewerbe, Grosshandel, Verkehr/Information/Kommunikation, wirtschaftliche und persönliche Dienstleistungen und sogar im Detailhandel eine Ausweitung des Personalbestands geplant. Der Finanzsektor sehe keine Veränderungen der Belegschaft vor, das Gastgewerbe rechne hingegen aufgrund der unbefriedigenden Geschäftslage mit einem weiteren Abbau.
Wenn über die Revision des Kriegsmaterialgesetzes (KMG) diskutiert wird, über die wir am 29. November abstimmen, stehen meist Fragen der Sicherheitspolitik im Zentrum. Die Vorlage passt die Regeln für die Ausfuhr und Wiederausfuhr von Kriegsmaterial an die veränderte sicherheitspolitische Lage in Europa an. Dabei wird häufig übersehen, dass die Vorlage auch eine Standort- und Innovationsfrage ist.
Der Ständerat hat bei den Lohnschutzmassnahmen im Rahmen des Vertragspakets Schweiz-EU wichtige Entscheide gefällt. Er folgt dabei in zentralen Punkten dem bundesrätlichen Vorschlag und stärkt die gemeinsam mit den Sozialpartnern erarbeiteten Lösungen beim Lohnschutz.
Pünktlich zum Lohnherbst kehren neben überhöhten Forderungen auch altbekannte Behauptungen zurück: Die Unternehmen behielten die Produktivitätsgewinne auf Kosten der Arbeitnehmenden für sich. Oder: Die Krankenkassenprämien stiegen stärker als die Löhne, weshalb es einen kräftigen Lohnaufschlag brauche. Warum stimmen beide nicht, und wie viel Lohn liegt 2027 drin?
Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats (WAK-S) hat das von den Sozialpartnern zusammen mit dem Bund erarbeitete Paket zum Lohnschutz im Rahmen des Vertragspakets Schweiz–EU aufgeschnürt und Änderungen an mehreren Massnahmen beschlossen. Mit dem Beharren auf einer Kautionspflicht für ausländische Unternehmen nimmt die WAK-S eine Verletzung von EU-Recht in Kauf. Sie schwächt zudem die Unterstützung des Vertragspakets im Inland.