Genug Lehrstellen, aber nicht alle finden einen Platz
Die Situation auf dem Schweizer Lehrstellenmarkt bleibt stabil. Das Verhältnis zwischen offenen Lehrstellen und der Zahl der Schulabgänger ist nach wie vor ausgewogen, wie das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) mitteilte.
| Roland A. Müller
Wie das BBT bei seiner monatlichen Umfrage feststellte, entspricht das Lehrstellenangebot in einigen Berufsbereichen nicht immer der Nachfrage. Vor allem Jugendliche mit sozialen oder schulischen Defiziten hätten nach wie vor Mühe, einen Ausbildungsplatz zu finden. Auf der anderen Seite gestaltet sich die Rekrutierung von geeigneten Bewerbern auch für Anbieter von Ausbildungsplätzen mit hohen Anforderungsprofilen zunehmend schwieriger. Zudem ist die Zahl der Schulabgängern und Schulabgängerinnen in einigen Regionen rückläufig.
Das BBT verfolgt die Entwicklung auf dem Lehrstellenmarkt mittels verschiedener Instrumente. Von Februar bis August melden die Kantone monatlich die Tendenzen zur Lehrstellensituation. Die daraus resultierenden Trendanalysen veröffentlicht das BBT von März bis September. Hinzu kommt das Lehrstellenbarometer: Mit Umfragen bei Unternehmen und Jugendlichen wird im April und August die Situation auf dem Lehrstellenmarkt erhoben. Das nächste Barometer erscheint Mitte Juni 2011. Die Lehrstellen werden von den Jugendlichen nach den Sommerferien angetreten.
Wenn über die Revision des Kriegsmaterialgesetzes (KMG) diskutiert wird, über die wir am 29. November abstimmen, stehen meist Fragen der Sicherheitspolitik im Zentrum. Die Vorlage passt die Regeln für die Ausfuhr und Wiederausfuhr von Kriegsmaterial an die veränderte sicherheitspolitische Lage in Europa an. Dabei wird häufig übersehen, dass die Vorlage auch eine Standort- und Innovationsfrage ist.
Der Ständerat hat bei den Lohnschutzmassnahmen im Rahmen des Vertragspakets Schweiz-EU wichtige Entscheide gefällt. Er folgt dabei in zentralen Punkten dem bundesrätlichen Vorschlag und stärkt die gemeinsam mit den Sozialpartnern erarbeiteten Lösungen beim Lohnschutz.
Pünktlich zum Lohnherbst kehren neben überhöhten Forderungen auch altbekannte Behauptungen zurück: Die Unternehmen behielten die Produktivitätsgewinne auf Kosten der Arbeitnehmenden für sich. Oder: Die Krankenkassenprämien stiegen stärker als die Löhne, weshalb es einen kräftigen Lohnaufschlag brauche. Warum stimmen beide nicht, und wie viel Lohn liegt 2027 drin?
Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats (WAK-S) hat das von den Sozialpartnern zusammen mit dem Bund erarbeitete Paket zum Lohnschutz im Rahmen des Vertragspakets Schweiz–EU aufgeschnürt und Änderungen an mehreren Massnahmen beschlossen. Mit dem Beharren auf einer Kautionspflicht für ausländische Unternehmen nimmt die WAK-S eine Verletzung von EU-Recht in Kauf. Sie schwächt zudem die Unterstützung des Vertragspakets im Inland.