Finanzhilfen für mehr Gleichstellung im Erwerbsleben
Der Bund stellt für die aktive Förderung der Chancengleichheit von Frau und Mann im Erwerbsleben finanzielle Mittel bereit. Er unterstützt innovative und praxisnahe Projekte mit langfristiger Wirkung. Der nächste Termin für die Einreichung von Gesuchen für allgemeine Förderprojekte ist der 27. Januar 2012, Gesuche für unternehmensinterne Projekte sind jederzeit möglich.
| Roland A. Müller
Der Bund vergibt seit 1996 auf Grund des Gleichstellungsgesetzes Finanzhilfen. Das Eidg. Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann unterstützt unter anderem Projekte, welche die Gleichstellung im Erwerbsleben möglichst konkret und nachhaltig fördern sowie Anreiz für die Entwicklung praxisnaher Lösungen bieten. Seit dem Start wurden rund 545 Gesuche bewilligt. Informationen über rund 200 bewilligte Projekte sind unter www.egailite-famille.ch zu finden.
Wer ein Projekt zur Förderung der Chancengleichheit im Erwerbsleben lancieren möchte, kann sich online über die Voraussetzungen informieren. Der nächste Termin für die Einreichung von Finanzhilfegesuchen für allgemeine Förderprojekte ist der 27. Januar 2012.
Gesuche für unternehmensinterne Projekte können während des ganzen Jahres eingereicht werden. Seit Anfang 2009 besteht die Möglichkeit, dass Firmen zur Förderung der internen Chancengleichheit direkt Finanzhilfen erhalten. Betriebe, die Männern und Frauen die gleichen Chancen geben, profitieren gleich mehrfach: Sie werden attraktiver für qualifizierte Mitarbeitende, sie senken die Fluktuationsrate, steigern die Innovation und gewinnen ein fortschrittlicheres Image.
Wenn über die Revision des Kriegsmaterialgesetzes (KMG) diskutiert wird, über die wir am 29. November abstimmen, stehen meist Fragen der Sicherheitspolitik im Zentrum. Die Vorlage passt die Regeln für die Ausfuhr und Wiederausfuhr von Kriegsmaterial an die veränderte sicherheitspolitische Lage in Europa an. Dabei wird häufig übersehen, dass die Vorlage auch eine Standort- und Innovationsfrage ist.
Der Ständerat hat bei den Lohnschutzmassnahmen im Rahmen des Vertragspakets Schweiz-EU wichtige Entscheide gefällt. Er folgt dabei in zentralen Punkten dem bundesrätlichen Vorschlag und stärkt die gemeinsam mit den Sozialpartnern erarbeiteten Lösungen beim Lohnschutz.
Pünktlich zum Lohnherbst kehren neben überhöhten Forderungen auch altbekannte Behauptungen zurück: Die Unternehmen behielten die Produktivitätsgewinne auf Kosten der Arbeitnehmenden für sich. Oder: Die Krankenkassenprämien stiegen stärker als die Löhne, weshalb es einen kräftigen Lohnaufschlag brauche. Warum stimmen beide nicht, und wie viel Lohn liegt 2027 drin?
Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats (WAK-S) hat das von den Sozialpartnern zusammen mit dem Bund erarbeitete Paket zum Lohnschutz im Rahmen des Vertragspakets Schweiz–EU aufgeschnürt und Änderungen an mehreren Massnahmen beschlossen. Mit dem Beharren auf einer Kautionspflicht für ausländische Unternehmen nimmt die WAK-S eine Verletzung von EU-Recht in Kauf. Sie schwächt zudem die Unterstützung des Vertragspakets im Inland.