Der Lehrstellenmarkt in der Schweiz präsentiert sich weiterhin stabil. Derzeit sind noch in allen Berufsfeldern Lehrstellen offen, wie eine Umfrage bei den Kantonen ergab. Besonders begehrt sind Ausbildungsplätze in den Bereichen Gesundheit, Detailhandel und kaufmännische Grundbildung.
| Roland A. Müller
Gemäss der monatlichen Umfrage des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie (BBT) bei den Kantonen hat sich die Lehrstellensituation im März im Vergleich zum Vormonat nicht verändert und bleibt stabil. Zum jetzigen Zeitpunkt seien noch in allen Berufsfeldern Lehrstellen offen, teilt das BBT mit. Besonders begehrt sind Ausbildungsplätze in den Bereichen Gesundheit (Fachfrau / Fachmann Gesundheit), Detailhandel und kaufmännische Grundbildung.
Insbesondere im Bauhaupt- und Baunebengewerbe ist das Angebot grösser als die Nachfrage, gleiches gilt für die Holz- und Metallindustrie sowie die technischen Berufe. Nach wie vor gross ist die Nachfrage nach Lehrstellen im niederschwelligen Bereich wie in den zweijährigen beruflichen Grundbildungen mit eidgenössischem Berufsattest EBA.
In der Schweiz entscheiden sich jährlich zwei von drei Jugendlichen für den Berufsbildungsweg. Das Spektrum an Berufen ist gross. Zur Auswahl stehen über 200 berufliche Grundbildungen. Das Angebot reicht von Agrarpraktiker/in EBA über Laborant/in EFZ bis hin zu Zeichner/in EFZ. Zugleich stehen Absolventinnen und Absolventen einer beruflichen Grundbildung heute vielfältige Karrieremöglichkeiten offen: die Berufsmaturität, eidgenössische Prüfungen, höhere Fachschulen, Fachhochschulen oder via Passerelle ein Hochschulstudium.
Wenn über die Revision des Kriegsmaterialgesetzes (KMG) diskutiert wird, über die wir am 29. November abstimmen, stehen meist Fragen der Sicherheitspolitik im Zentrum. Die Vorlage passt die Regeln für die Ausfuhr und Wiederausfuhr von Kriegsmaterial an die veränderte sicherheitspolitische Lage in Europa an. Dabei wird häufig übersehen, dass die Vorlage auch eine Standort- und Innovationsfrage ist.
Der Ständerat hat bei den Lohnschutzmassnahmen im Rahmen des Vertragspakets Schweiz-EU wichtige Entscheide gefällt. Er folgt dabei in zentralen Punkten dem bundesrätlichen Vorschlag und stärkt die gemeinsam mit den Sozialpartnern erarbeiteten Lösungen beim Lohnschutz.
Pünktlich zum Lohnherbst kehren neben überhöhten Forderungen auch altbekannte Behauptungen zurück: Die Unternehmen behielten die Produktivitätsgewinne auf Kosten der Arbeitnehmenden für sich. Oder: Die Krankenkassenprämien stiegen stärker als die Löhne, weshalb es einen kräftigen Lohnaufschlag brauche. Warum stimmen beide nicht, und wie viel Lohn liegt 2027 drin?
Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats (WAK-S) hat das von den Sozialpartnern zusammen mit dem Bund erarbeitete Paket zum Lohnschutz im Rahmen des Vertragspakets Schweiz–EU aufgeschnürt und Änderungen an mehreren Massnahmen beschlossen. Mit dem Beharren auf einer Kautionspflicht für ausländische Unternehmen nimmt die WAK-S eine Verletzung von EU-Recht in Kauf. Sie schwächt zudem die Unterstützung des Vertragspakets im Inland.