Die Zahl der Schweizerinnen und Schweizer steigt, welche einen Abschluss auf der Ebene der höheren Berufsbildung oder an einer Hochschule machen. Dies geht aus einer neuen Publikation des Bundesamtes für Statistik hervor.
| Roland A. Müller
Der Anteil der Erwerbstätigen mit einem tertiären Bildungsabschluss, also auf der Ebene der höheren Berufsbildung oder an einer Hochschule, stieg in den letzten 15 Jahren von 22 auf über 35%. Damit liegt die Schweiz etwa im OECD-Mittel, hinter den meisten anglofonen und skandinavischen Staaten, aber vor ihren Nachbarländern.
Bedeutung der höheren Berufsbildung nimmt zu
Laut Prognosen des Bundesamtes für Statistik (BFS) dürfte ab 2025 über 50% der erwerbstätigen Bevölkerung über einen Tertiär-Abschluss verfügen, bis 2045 könnte der Anteil auf gegen 60% ansteigen. Auf diesem Bildungsniveau nimmt die Bedeutung der höheren Berufsbildung zu. Nahezu die Hälfte der Erstabschlüsse auf Tertiärstufe wird in der Schweiz mittlerweile im Rahmen der höheren Berufsbildung erworben.
Der Anteil der Erwerbstätigen, deren Abschluss eine Matura oder Berufslehre ist, sank demgegenüber im Zeitraum von 1996 bis 2010 von 62 auf 50%. Laut den mittleren BFS-Prognosen dürfte dieser Anteil etwa 2025 auf unter 40% sinken. Immer weniger erwerbstätige Personen verfügen lediglich über die obligatorische Schulbildung, haben also keine Lehre oder weiterführende Schule besucht: Ihr Anteil sank von 1996 bis 2010 von 16 auf 13%.
Wenn über die Revision des Kriegsmaterialgesetzes (KMG) diskutiert wird, über die wir am 29. November abstimmen, stehen meist Fragen der Sicherheitspolitik im Zentrum. Die Vorlage passt die Regeln für die Ausfuhr und Wiederausfuhr von Kriegsmaterial an die veränderte sicherheitspolitische Lage in Europa an. Dabei wird häufig übersehen, dass die Vorlage auch eine Standort- und Innovationsfrage ist.
Der Ständerat hat bei den Lohnschutzmassnahmen im Rahmen des Vertragspakets Schweiz-EU wichtige Entscheide gefällt. Er folgt dabei in zentralen Punkten dem bundesrätlichen Vorschlag und stärkt die gemeinsam mit den Sozialpartnern erarbeiteten Lösungen beim Lohnschutz.
Pünktlich zum Lohnherbst kehren neben überhöhten Forderungen auch altbekannte Behauptungen zurück: Die Unternehmen behielten die Produktivitätsgewinne auf Kosten der Arbeitnehmenden für sich. Oder: Die Krankenkassenprämien stiegen stärker als die Löhne, weshalb es einen kräftigen Lohnaufschlag brauche. Warum stimmen beide nicht, und wie viel Lohn liegt 2027 drin?
Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats (WAK-S) hat das von den Sozialpartnern zusammen mit dem Bund erarbeitete Paket zum Lohnschutz im Rahmen des Vertragspakets Schweiz–EU aufgeschnürt und Änderungen an mehreren Massnahmen beschlossen. Mit dem Beharren auf einer Kautionspflicht für ausländische Unternehmen nimmt die WAK-S eine Verletzung von EU-Recht in Kauf. Sie schwächt zudem die Unterstützung des Vertragspakets im Inland.