Schweiz: 134 905 Arbeitslose – Quote sinkt auf 3,4%
Die Zahl der Arbeitslosen in der Schweiz geht weiter zurück. Die Arbeitslosenquote verringerte sich von 3,6% im Februar auf 3,4% im März – das sind 8420 Betroffene weniger. Auch bei den Jugendlichen und der Kurzarbeit hat sich die Situation verbessert.
| Roland A. Müller
Die Arbeitslosenquote in der Schweiz sank von 3,6% im Februar auf 3,4% im März. Vor einem Jahr hatte die Quote noch 4,2% betragen. Insgesamt waren Ende März 134’905 Personen von Arbeitslosigkeit betroffen – 8420 weniger als im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr verringerte sich die Arbeitslosigkeit um 31’127 Personen, was einem Rückgang von 18,7% innert Jahresfrist entspricht, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) mitteilte.
19‘325 junge Erwachsene arbeitslos
Auch waren im März insgesamt 1955 Jugendliche weniger von Arbeitslosigkeit betroffen als noch im Februar. Damals waren 21’280 Jugendliche ohne Arbeit, im März 19‘325. Das entspricht einem Rückgang von 9,2% innert Monatsfrist. Im Vergleich zum März 2010 sank die Jugendarbeitslosigkeit um 27,8%.
Die Zahl der bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) gemeldeten offenen Stellen erhöhte sich um 1’035 auf 21’999 Stellen. Gemäss vorläufigen Angaben der Arbeitslosenversicherungskassen belief sich die Zahl der Personen, welche ihr Recht auf Arbeitslosenentschädigung im Verlauf des Monats Januar 2011 ausgeschöpft hatten, auf 2’388 Personen.
Noch 729 Betriebe von Kurzarbeit betroffen
5’704 Personen waren im Januar 2011 von Kurzarbeit betroffen, 686 Personen weniger (-10,7%) als im Vormonat. Die Anzahl der betroffenen Betriebe verringerte sich um 88 (-10,8%) auf 729. Die ausgefallenen Arbeitsstunden nahmen um 8’331 (-2,4%) auf 333’165 Stunden ab. In der entsprechenden Vorjahresperiode (Januar 2010) waren 2’032’855 Ausfallstunden registriert worden, welche sich auf 37’792 Personen in 2’942 Betrieben verteilt hatten.
Wenn über die Revision des Kriegsmaterialgesetzes (KMG) diskutiert wird, über die wir am 29. November abstimmen, stehen meist Fragen der Sicherheitspolitik im Zentrum. Die Vorlage passt die Regeln für die Ausfuhr und Wiederausfuhr von Kriegsmaterial an die veränderte sicherheitspolitische Lage in Europa an. Dabei wird häufig übersehen, dass die Vorlage auch eine Standort- und Innovationsfrage ist.
Der Ständerat hat bei den Lohnschutzmassnahmen im Rahmen des Vertragspakets Schweiz-EU wichtige Entscheide gefällt. Er folgt dabei in zentralen Punkten dem bundesrätlichen Vorschlag und stärkt die gemeinsam mit den Sozialpartnern erarbeiteten Lösungen beim Lohnschutz.
Pünktlich zum Lohnherbst kehren neben überhöhten Forderungen auch altbekannte Behauptungen zurück: Die Unternehmen behielten die Produktivitätsgewinne auf Kosten der Arbeitnehmenden für sich. Oder: Die Krankenkassenprämien stiegen stärker als die Löhne, weshalb es einen kräftigen Lohnaufschlag brauche. Warum stimmen beide nicht, und wie viel Lohn liegt 2027 drin?
Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats (WAK-S) hat das von den Sozialpartnern zusammen mit dem Bund erarbeitete Paket zum Lohnschutz im Rahmen des Vertragspakets Schweiz–EU aufgeschnürt und Änderungen an mehreren Massnahmen beschlossen. Mit dem Beharren auf einer Kautionspflicht für ausländische Unternehmen nimmt die WAK-S eine Verletzung von EU-Recht in Kauf. Sie schwächt zudem die Unterstützung des Vertragspakets im Inland.