Im nächsten Jahr legen die Löhne gemäss einer Umfrage der UBS um durchschnittlich 1,1% zu, nach 1,5% im laufenden Jahr. In einem Drittel der Unternehmen in der Schweiz führt der starke Franken zu teils deutlich kleineren Lohnsteigerungen als im Vorjahr.
| Roland A. Müller
Gemäss der jedes Jahr von der UBS durchgeführten Lohnumfrage werden die Nominallöhne in der Schweiz im Jahr 2012 um 1,1% steigen. Bei einer Teuerung von 0,2% erwartet die Grossbank für das kommende Jahr eine reale Lohnsteigerung von 0,9%. Nominallohnsenkungen sind trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten derzeit in keiner der untersuchten Branchen ein Thema. In 32% der befragten Unternehmen werden die Nominallohnverhandlungen vom starken Schweizer Franken negativ bis stark negativ tangiert.
Die Gehaltssteigerungen sind etwas weniger gross als im laufenden Jahr. Bei einem Aufschlag von 1,5% und einer Teuerung von 0,3% blieb dieses Jahr den Arbeitnehmenden real 1,2% mehr, wie die Umfrage zur laufenden Lohnrunde ergab.
Wenn über die Revision des Kriegsmaterialgesetzes (KMG) diskutiert wird, über die wir am 29. November abstimmen, stehen meist Fragen der Sicherheitspolitik im Zentrum. Die Vorlage passt die Regeln für die Ausfuhr und Wiederausfuhr von Kriegsmaterial an die veränderte sicherheitspolitische Lage in Europa an. Dabei wird häufig übersehen, dass die Vorlage auch eine Standort- und Innovationsfrage ist.
Der Ständerat hat bei den Lohnschutzmassnahmen im Rahmen des Vertragspakets Schweiz-EU wichtige Entscheide gefällt. Er folgt dabei in zentralen Punkten dem bundesrätlichen Vorschlag und stärkt die gemeinsam mit den Sozialpartnern erarbeiteten Lösungen beim Lohnschutz.
Pünktlich zum Lohnherbst kehren neben überhöhten Forderungen auch altbekannte Behauptungen zurück: Die Unternehmen behielten die Produktivitätsgewinne auf Kosten der Arbeitnehmenden für sich. Oder: Die Krankenkassenprämien stiegen stärker als die Löhne, weshalb es einen kräftigen Lohnaufschlag brauche. Warum stimmen beide nicht, und wie viel Lohn liegt 2027 drin?
Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats (WAK-S) hat das von den Sozialpartnern zusammen mit dem Bund erarbeitete Paket zum Lohnschutz im Rahmen des Vertragspakets Schweiz–EU aufgeschnürt und Änderungen an mehreren Massnahmen beschlossen. Mit dem Beharren auf einer Kautionspflicht für ausländische Unternehmen nimmt die WAK-S eine Verletzung von EU-Recht in Kauf. Sie schwächt zudem die Unterstützung des Vertragspakets im Inland.