Die Löhne von Schweizer Arbeitnehmenden dürften nächstes Jahr nominal um 1,6% steigen. Weil auch die Teuerung um 0,9% steigt, beträgt die reale Aufbesserung unter dem Strich noch 0,7%, wie eine Umfrage der UBS ergab.
| Roland A. Müller
Die Arbeitnehmenden in der Schweiz können im nächsten Jahr mit einer Lohnerhöhung von 1,6% rechnen. Nach Abzug der Teuerung verbleibt ihnen ein Plus von 0,7%, wie eine Umfrage der UBS bei Schweizer Betrieben zeigt.
Im Rückblick ergibt sich auch für 2010 eine moderate Reallohnerhöhung: Die durchschnittliche Jahresteuerung wird dieses Jahr gemäss Prognose 0,7% betragen. Die befragten Unternehmen gaben an, 2010 die Nominallöhne um 1,1% angehoben zu haben. Somit dürften die Schweizer Arbeitnehmenden schon im laufenden Jahr von einer Reallohnerhöhung von 0,4% profitieren.
Die UBS führt die jährliche Lohnumfrage seit 1989 durch. An der aktuellen Befragung, welche vom 17. September bis zum 18. Oktober 2010 stattfand, nahmen 315 Unternehmen sowie Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände aus 22 Branchen teil. Diese Branchen repräsentieren über zwei Drittel der arbeitenden Bevölkerung in der Schweiz.
Wenn über die Revision des Kriegsmaterialgesetzes (KMG) diskutiert wird, über die wir am 29. November abstimmen, stehen meist Fragen der Sicherheitspolitik im Zentrum. Die Vorlage passt die Regeln für die Ausfuhr und Wiederausfuhr von Kriegsmaterial an die veränderte sicherheitspolitische Lage in Europa an. Dabei wird häufig übersehen, dass die Vorlage auch eine Standort- und Innovationsfrage ist.
Der Ständerat hat bei den Lohnschutzmassnahmen im Rahmen des Vertragspakets Schweiz-EU wichtige Entscheide gefällt. Er folgt dabei in zentralen Punkten dem bundesrätlichen Vorschlag und stärkt die gemeinsam mit den Sozialpartnern erarbeiteten Lösungen beim Lohnschutz.
Pünktlich zum Lohnherbst kehren neben überhöhten Forderungen auch altbekannte Behauptungen zurück: Die Unternehmen behielten die Produktivitätsgewinne auf Kosten der Arbeitnehmenden für sich. Oder: Die Krankenkassenprämien stiegen stärker als die Löhne, weshalb es einen kräftigen Lohnaufschlag brauche. Warum stimmen beide nicht, und wie viel Lohn liegt 2027 drin?
Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats (WAK-S) hat das von den Sozialpartnern zusammen mit dem Bund erarbeitete Paket zum Lohnschutz im Rahmen des Vertragspakets Schweiz–EU aufgeschnürt und Änderungen an mehreren Massnahmen beschlossen. Mit dem Beharren auf einer Kautionspflicht für ausländische Unternehmen nimmt die WAK-S eine Verletzung von EU-Recht in Kauf. Sie schwächt zudem die Unterstützung des Vertragspakets im Inland.