Der Schweizer Aussenhandel schwächte sich im April ab: Sowohl die Importe wie auch die Exporte gingen um je rund 5% zurück. Mit Ausnahme der Uhren- und Pharmaindustrie führten alle Branchen weniger Waren und Güter aus als im Vorjahr.
| Roland A. Müller
Von den zehn wichtigsten Exportbranchen musste die Papier- und Grafische Industrie eine besonders starke Einbusse hinnehmen: Sie führte im April 27,0% weniger Waren und Güter aus als im Vorjahr, wie die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) mitteilte.
Uhrenindustrie und Pharmaindustrie erneut im Plus
Die Nummer zwei der Schweizer Exportbranche, die Maschinen- und Elektronikindustrie, exportierte 15,6% weniger. Einen zweistelligen Rückgang im Exportgeschäft verzeichneten auch die Kunststoffindustrie (-13,4%), die Textilindustrie (-13,0%) und die Metallindustrie (-12,8%).
Die Uhrenindustrie hingegen konnte im April 7,9% gegenüber dem Vorjahr zulegen. Die Pharmaindustrie führte 1,2% mehr Güter und Waren aus.
Handelsbilanz mit Überschuss
Insgesamt wies die Handelsbilanz einen Überschuss von 1,3 Mrd. Franken aus. Nominal nahmen die Exporte arbeitstagbereinigt 5,2% ab, die Importe sanken um 5,0%.
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