Die Zahl der Erwerbstätigen in der Schweiz ist im zweiten Quartal 2011 erneut gestiegen. Gegenüber dem Vorjahr lag sie um 120 000 Erwerbstätige oder 2,6% höher. Die Arbeitslosenquote reduzierte sich derweil gemäss Internationalem Arbeitsamt von 4,2 auf 3,6%.
| Roland A. Müller
Gesamthaft gingen in der Schweiz 4,708 Mio. Menschen einer Arbeit nach, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) mitteilte. Das waren 2,6% mehr als im zweiten Quartal 2010 (4,588 Mio.). Die Zahl der erwerbstätigen Frauen stieg innert Jahresfrist um 3%, während bei den Männern ein Anstieg um 2,3% verzeichnet wurde.
Mehr schweizerische und ausländische Erwerbstätige
Es wuchs sowohl die Zahl der schweizerischen Erwerbstätigen (+1,8% auf 3,394 Mio.) als auch jene der ausländischen Erwerbstätigen (+4,7% auf 1,314 Mio.). In der Europäischen Union (EU27) und in der Eurozone nahm die Zahl der Erwerbstätigen im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls zu (+0,3% bzw. +0,4%).
Im zweiten Quartal 2011 waren in der Schweiz gemäss Definition des Internationalen Arbeitsamtes (ILO) 163 000 Menschen erwerbslos. Das sind 27 000 weniger als ein Jahr zuvor. Der Anteil der Erwerbslosen gemäss ILO lag bei 3,6% der Erwerbsbevölkerung, verglichen mit 4,2% im Vorjahr.
Weniger Frauen und junge Erwachsene arbeitslos
Insbesondere die Frauen sowie die jungen Arbeitnehmenden profitierten. Unter den Frauen ging die Arbeitslosigkeit von 4,8 auf 3,7% zurück. Bei den 15- bis 24-Jährigen sank die Quote von 7,2 auf 5,9%.
Auch unter den Ausländern gab es weniger Arbeitslose. Die Erwerbslosenquote der ausländischen Wohnbevölkerung ging von 7,5 auf 6,6% zurück. In der EU erholte sich der Arbeitsmarkt ebenfalls, wenn auch weniger stark. Die Arbeitslosenquote ging dort von 9,6 auf 9,4% zurück.
Wenn über die Revision des Kriegsmaterialgesetzes (KMG) diskutiert wird, über die wir am 29. November abstimmen, stehen meist Fragen der Sicherheitspolitik im Zentrum. Die Vorlage passt die Regeln für die Ausfuhr und Wiederausfuhr von Kriegsmaterial an die veränderte sicherheitspolitische Lage in Europa an. Dabei wird häufig übersehen, dass die Vorlage auch eine Standort- und Innovationsfrage ist.
Der Ständerat hat bei den Lohnschutzmassnahmen im Rahmen des Vertragspakets Schweiz-EU wichtige Entscheide gefällt. Er folgt dabei in zentralen Punkten dem bundesrätlichen Vorschlag und stärkt die gemeinsam mit den Sozialpartnern erarbeiteten Lösungen beim Lohnschutz.
Pünktlich zum Lohnherbst kehren neben überhöhten Forderungen auch altbekannte Behauptungen zurück: Die Unternehmen behielten die Produktivitätsgewinne auf Kosten der Arbeitnehmenden für sich. Oder: Die Krankenkassenprämien stiegen stärker als die Löhne, weshalb es einen kräftigen Lohnaufschlag brauche. Warum stimmen beide nicht, und wie viel Lohn liegt 2027 drin?
Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats (WAK-S) hat das von den Sozialpartnern zusammen mit dem Bund erarbeitete Paket zum Lohnschutz im Rahmen des Vertragspakets Schweiz–EU aufgeschnürt und Änderungen an mehreren Massnahmen beschlossen. Mit dem Beharren auf einer Kautionspflicht für ausländische Unternehmen nimmt die WAK-S eine Verletzung von EU-Recht in Kauf. Sie schwächt zudem die Unterstützung des Vertragspakets im Inland.