Eine neue Internetplattform und ein zugehöriger Film unterstützen Unternehmen dabei, der Lohndiskriminierung im eigenen Betrieb auf die Spur zu kommen und Lohngleichheit zu verwirklichen.
| Roland A. Müller
Hinter der unterschiedlichen Entlöhnung von Männern und Frauen stecke oft keine böse Absicht, sondern Unwissen, schreibt die Schweizerische Konferenz der Gleichstellungsbeauftragten. Der Film und die Website stellen Instrumente und Hilfsmittel vor, mit denen Lohndiskriminierung erkannt und bekämpft werden kann. Unternehmerinnen und Unternehmer berichten über ihre Erfahrungen bei der Durchsetzung der Lohngleichheit in ihren Betrieben. Nützliche Adressen und Erfolgsbeispiele von engagierten Unternehmen ergänzen das Angebot. Der Inhalt ist in vier Module aufgeteilt:«Lohndiskriminierung existiert», «Lohndiskriminierung aufdecken», «Lohngleichheit durchsetzen» und «Lohngleichheit verwirklichen».
Unterstützt wird das Projekt vom Schweizerischen Arbeitgeberverband, dem Schweizerischen Gewerbeverband sowie dem Schweizerischen Gewerkschaftsbund. Finanziell wurde der Film vom eidgenössischen Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann unterstützt.
Wenn über die Revision des Kriegsmaterialgesetzes (KMG) diskutiert wird, über die wir am 29. November abstimmen, stehen meist Fragen der Sicherheitspolitik im Zentrum. Die Vorlage passt die Regeln für die Ausfuhr und Wiederausfuhr von Kriegsmaterial an die veränderte sicherheitspolitische Lage in Europa an. Dabei wird häufig übersehen, dass die Vorlage auch eine Standort- und Innovationsfrage ist.
Der Ständerat hat bei den Lohnschutzmassnahmen im Rahmen des Vertragspakets Schweiz-EU wichtige Entscheide gefällt. Er folgt dabei in zentralen Punkten dem bundesrätlichen Vorschlag und stärkt die gemeinsam mit den Sozialpartnern erarbeiteten Lösungen beim Lohnschutz.
Pünktlich zum Lohnherbst kehren neben überhöhten Forderungen auch altbekannte Behauptungen zurück: Die Unternehmen behielten die Produktivitätsgewinne auf Kosten der Arbeitnehmenden für sich. Oder: Die Krankenkassenprämien stiegen stärker als die Löhne, weshalb es einen kräftigen Lohnaufschlag brauche. Warum stimmen beide nicht, und wie viel Lohn liegt 2027 drin?
Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats (WAK-S) hat das von den Sozialpartnern zusammen mit dem Bund erarbeitete Paket zum Lohnschutz im Rahmen des Vertragspakets Schweiz–EU aufgeschnürt und Änderungen an mehreren Massnahmen beschlossen. Mit dem Beharren auf einer Kautionspflicht für ausländische Unternehmen nimmt die WAK-S eine Verletzung von EU-Recht in Kauf. Sie schwächt zudem die Unterstützung des Vertragspakets im Inland.