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Europ. Kommission will Migrationspolitik besser regeln

Die jüngsten Ereignisse im Mittelmeerraum haben die Notwendigkeit Europas nach einer besseren und effizienteren Zusammenarbeit in der Migrations- und Asylpolitik deutlich gemacht. Die Europäische Kommission legte daher am 4. Mai 2011 ein Konzept auf dem Gebiet der Migrations- und Asylpolitik mit dem Ziel dar, die derzeit bestehenden Migrationsprobleme besser zu bewältigen und den Migrationsdruck an den Aussengrenzen zu verringern.

Auch wenn die EU umfassend auf die unvorhergesehenen Flüchtlingsströme reagiert hat, zeigt die aktuelle Krise deutlich die Lücken der bestehenden Migrations- und Asylpolitik, insbesondere auch des Schengen-Systems, auf. Schwerpunkte des Kommissionsvorschlages bilden daher einerseits die EU-Aussengrenzen und damit zusammenhängend die Grenzschutzagentur Frontex, und andererseits klare Regeln für eine befristete Wiedereinführung von Grenzkontrollen zwischen den Schengen-Staaten. Daneben sieht er auch eine bessere Zusammenarbeit mit Drittstaaten vor. Konkret beinhaltet das Konzept folgende Schwerpunkte:

Trotz des veröffentlichten Konzepts will die EU grundsätzlich am gemeinsamen EU-Asylsystem festhalten. In künftigen Verhandlungen wird jedoch der Vorschlag einer Verpflichtung zu Solidarität im Falle einer erheblichen Belastung der Aussengrenzen eines Mitgliedsstaates eine der umstrittensten Fragen bilden. Der Kommissionsvorschlag soll nun als Grundlage für die nächste Sitzung des Rates Justiz und Inneres am 12. Mai dienen.

Ihre Ansprechperson

Roland A. Müller

Direktor

roland.mueller@arbeitgeber.ch

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