Deckungsgrad der Pensionskassen sinkt im Schnitt unter 100%
Die Finanzierungssituation der Schweizer Pensionskassen verschlechterte sich im zweiten Quartal 2010 nach rund einem Jahr erstmals wieder. Der Deckungsgrad sank sich im Vergleich zum Vorquartal von 100,5% auf 97,9%, wie der Swisscanto Pensionskassen-Monitor zeigt.
| Roland A. Müller
Für das erste Halbjahr ergibt sich ein Rückgang um 0,9 Prozentpunkte. Seit dem zweiten Quartal 2009 hatte sich der durchschnittliche Deckungsgrad der Pensionskassen laufend erhöht.
Für sich allein genommen haben sich die Reserven der privat-rechtlichen Pensionskassen mit einem Deckungsgrad von 103,8% gegenüber dem Vorquartal um 2,8 Prozentpunkte verringert. Die öffentlich-rechtlichen Kassen weisen mit 91,2% weiterhin eine Unterdeckung auf (Deckungsgrad Vorquartal: 93,5%). Insgesamt waren per 30. Juni 2010 rund ein Viertel aller erfassten Pensionskassen in Unterdeckung. Bei den öffentlich-rechtlichen waren es 70%, bei den privat-rechtlichen 20%.
Im laufenden Jahr erzielten die erfassten 419 Vorsorgeeinrichtungen mit einem Vermögen von 400 Mrd. Fr. eine durchschnittliche, vermögensgewichtete Rendite von 0,2%.
Wenn über die Revision des Kriegsmaterialgesetzes (KMG) diskutiert wird, über die wir am 29. November abstimmen, stehen meist Fragen der Sicherheitspolitik im Zentrum. Die Vorlage passt die Regeln für die Ausfuhr und Wiederausfuhr von Kriegsmaterial an die veränderte sicherheitspolitische Lage in Europa an. Dabei wird häufig übersehen, dass die Vorlage auch eine Standort- und Innovationsfrage ist.
Der Ständerat hat bei den Lohnschutzmassnahmen im Rahmen des Vertragspakets Schweiz-EU wichtige Entscheide gefällt. Er folgt dabei in zentralen Punkten dem bundesrätlichen Vorschlag und stärkt die gemeinsam mit den Sozialpartnern erarbeiteten Lösungen beim Lohnschutz.
Pünktlich zum Lohnherbst kehren neben überhöhten Forderungen auch altbekannte Behauptungen zurück: Die Unternehmen behielten die Produktivitätsgewinne auf Kosten der Arbeitnehmenden für sich. Oder: Die Krankenkassenprämien stiegen stärker als die Löhne, weshalb es einen kräftigen Lohnaufschlag brauche. Warum stimmen beide nicht, und wie viel Lohn liegt 2027 drin?
Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats (WAK-S) hat das von den Sozialpartnern zusammen mit dem Bund erarbeitete Paket zum Lohnschutz im Rahmen des Vertragspakets Schweiz–EU aufgeschnürt und Änderungen an mehreren Massnahmen beschlossen. Mit dem Beharren auf einer Kautionspflicht für ausländische Unternehmen nimmt die WAK-S eine Verletzung von EU-Recht in Kauf. Sie schwächt zudem die Unterstützung des Vertragspakets im Inland.