Gemäss den Erhebungen des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) waren Ende Juli 2011 109’200 Arbeitslose bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) eingeschrieben, 1178 weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 2,8% im Berichtsmonat. Gegenüber dem Vorjahresmonat verringerte sich die Arbeitslosigkeit um 33’130 Personen (-23,3%).
| Roland A. Müller
Die Jugendarbeitslosigkeit (15- bis 24-Jährige) erhöhte sich um 1216 Personen (+8,7%) auf 15‘150, wie das Seco mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht dies einem Rückgang um 7349 Personen (-32,7%). Insgesamt wurden 162‘530 Stellensuchende registriert, 3212 weniger als im Vormonat. Gegenüber der Vorjahresperiode sank diese Zahl damit um 43’074 Personen (-20,9%). Die Zahl der bei den RAV gemeldeten offenen Stellen verringerte sich um 2038 auf 19‘155 Stellen.
Kurzarbeit und Aussteuerungen
Im Mai 2011 waren 4280 Personen von Kurzarbeit betroffen, 394 Personen weniger (-8,4%) als im Vormonat. Die Anzahl der betroffenen Betriebe verringerte sich um 72 Einheiten (-13,9%) auf 447. Die ausgefallenen Arbeitsstunden nahmen um 2309 (-0,9%) auf 247’389 Stunden ab. In der entsprechenden Vorjahresperiode (Mai 2010) waren 934’403 Ausfallstunden registriert worden, welche sich auf 20’641 Personen in 2018 Betrieben verteilt hatten. Gemäss vorläufigen Angaben der Arbeitslosenversicherungskassen belief sich die Zahl der Personen, welche ihr Recht auf Arbeitslosenentschädigung im Verlauf des Monats Mai 2011 ausgeschöpft hatten, auf 3152 Personen, teilte das Seco mit.
Wenn über die Revision des Kriegsmaterialgesetzes (KMG) diskutiert wird, über die wir am 29. November abstimmen, stehen meist Fragen der Sicherheitspolitik im Zentrum. Die Vorlage passt die Regeln für die Ausfuhr und Wiederausfuhr von Kriegsmaterial an die veränderte sicherheitspolitische Lage in Europa an. Dabei wird häufig übersehen, dass die Vorlage auch eine Standort- und Innovationsfrage ist.
Der Ständerat hat bei den Lohnschutzmassnahmen im Rahmen des Vertragspakets Schweiz-EU wichtige Entscheide gefällt. Er folgt dabei in zentralen Punkten dem bundesrätlichen Vorschlag und stärkt die gemeinsam mit den Sozialpartnern erarbeiteten Lösungen beim Lohnschutz.
Pünktlich zum Lohnherbst kehren neben überhöhten Forderungen auch altbekannte Behauptungen zurück: Die Unternehmen behielten die Produktivitätsgewinne auf Kosten der Arbeitnehmenden für sich. Oder: Die Krankenkassenprämien stiegen stärker als die Löhne, weshalb es einen kräftigen Lohnaufschlag brauche. Warum stimmen beide nicht, und wie viel Lohn liegt 2027 drin?
Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats (WAK-S) hat das von den Sozialpartnern zusammen mit dem Bund erarbeitete Paket zum Lohnschutz im Rahmen des Vertragspakets Schweiz–EU aufgeschnürt und Änderungen an mehreren Massnahmen beschlossen. Mit dem Beharren auf einer Kautionspflicht für ausländische Unternehmen nimmt die WAK-S eine Verletzung von EU-Recht in Kauf. Sie schwächt zudem die Unterstützung des Vertragspakets im Inland.