In der Schweiz waren 2016 acht von zehn Müttern und einer von zehn Vätern teilzeitbeschäftigt. Viele dieser überdurchschnittlich gut ausgebildeten Eltern wären bereit, ihre Arbeitspensen zu erhöhen. Die Wirtschaft könnte hier also ein erhebliches inländisches Fachkräfte-Potenzial erschliessen. Dies bedingt jedoch bezahlbare Drittbetreuungsangebote für Kinder im (Vor-)Schulalter. Als Folge davon entstünde mittelfristig sowohl mehr soziale Gerechtigkeit als auch eine höhere Wohlfahrt für die Gesellschaft.
Der Bericht des Bundesrats zur Fachkräfteinitiative zeigt, dass in den letzten Jahren das inländische Arbeitskräftepotenzial besser ausgeschöpft wurde. Besonders Frauen haben sich stärker am Arbeitsmarkt beteiligt. Die Alterung der Bevölkerung bleibt die grösste Herausforderung für den Arbeitsmarkt, die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft und die Sozialwerke.
Ungemütlich und vertrackt: So lässt sich die Situation der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrats (SGK-N) wohl am treffendsten umschreiben, wenn sie sich zurzeit in die Detailberatung der EL-Reform hineinkniet. Eigentlich sollte die Kommission dazu beitragen, die…
Das SwissSkills-Team zählt zu den grossen Gewinnern der diesjährigen WorldSkills und belegt als mit Abstand beste europäische Equipe Platz 2 in der Nationenwertung. Die Nationalmannschaft machte damit in Abu Dhabi beste Werbung für den Wirtschaftsstandort Schweiz und unser Berufsbildungssystem.
In Deutschland möchten Arbeitgeberverbände die berufliche Bildung aufwerten und den Nachwuchsmangel besonders in den Handwerksberufen in den Griff bekommen. Schülerinnen und Schüler sollen in vier Jahren nicht nur die allgemeine Hochschulreife erhalten, sondern parallel auch eine duale Berufsausbildung. Damit sollen leistungsstarke Jugendliche angesprochen und Aufstiegsperspektiven geschaffen werden. Laut Bildungsexperte Jürg Zellweger gelang es in der Schweiz in den 90er-Jahren mit der Etablierung der Berufsmaturität und der Schaffung der Fachhochschulen, die Attraktivität der beruflichen Grundbildung zu steigern, den Zustrom in die Gymnasien zu bremsen und die Durchlässigkeit im Bildungssystem zu erhöhen. Daher kommt die Schweizer Berufsmatura laut Zellweger auch als Modell für Deutschland in Frage.
Das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) hat wichtige Rechtsgrundlagen für die höheren Fachschulen revidiert. Die Bildungsangebote der höheren Fachschulen werden aufgewertet und auf der tertiären Bildungsstufe besser positioniert. Die Branchenverbände sollten mehr Einfluss auf die Inhalte der Bildungspläne nehmen können.