Das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) plant, dem Bundesrat zu beantragen, die Höchstbezugsdauer der Kurzarbeitsentschädigung weiterhin bei 24 Monaten zu belassen. Die Arbeitgeber begrüssen dieses Vorgehen angesichts der weiterhin herausfordernden wirtschaftlichen Lage.
Der Nationalrat hat eine Motion angenommen, die wirksame Massnahmen gegen Gefälligkeits- und mangelhafte Arztzeugnisse zulasten von Arbeitgebern und Sozialversicherungen verlangt. Die Arbeitgeber erachten den Entscheid als wichtigen Schritt zur Verbesserung der heutigen Praxis.
Nach dem Nationalrat hält auch der Ständerat an seiner Position fest: Er bestätigt, dass sozialpartnerschaftlich ausgehandelte Mindestlöhne kantonalen Mindestlöhnen vorgehen sollen. Die kleine Kammer verhindert mit einer zusätzlichen
Besitzstandsregel, dass die Löhne infolge der Gesetzesänderung sinken. Die Arbeitgeber begrüssen diesen ausgewogenen Kompromiss.
Die Schweizer Löhne entwickeln sich trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten weiterhin stabil: Der Medianlohn stieg 2024 auf 7’024 Franken, das geschlechterspezifische Lohngefälle ging weiter zurück und die Lohnstruktur blieb insgesamt bemerkenswert konstant – ein Zeichen der Robustheit und Anpassungsfähigkeit des Schweizer Arbeitsmarktes. Dies und mehr zeigen die neuesten Zahlen der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2024.
Der neue «Barometer Gute Arbeit» zeigt steigende psychische Belastungen – doch der Stress, den viele empfinden, entsteht nicht nur am Arbeitsplatz. Die Arbeitgeber teilen das Ziel guter Arbeitsbedingungen und unternehmen bereits grosse Anstrengungen. Sie weisen aber auf die bereits zahlreichen Arbeitgeberinitiativen sowie die vielfältigen gesellschaftlichen Stressfaktoren hin und fordern praxistaugliche, branchenrealistische Lösungen statt pauschaler Verschärfungen.
Das Staatssekretariat für Wirtschaft hat die Liste mit den meldepflichtigen Berufen für das Jahr 2026 veröffentlicht. Durch den konjunkturbedingten Anstieg der Arbeitslosigkeit nimmt, wie im Vorjahr, auch die Zahl der meldepflichtigen Berufe zu.