Integration – eine Win-Win-Win-Situation für alle

2. Februar 2015,  News

Mit den IV-Revisionen 5 und 6a laufen seit wenigen Jahren verstärkte Bemühungen, Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen im Arbeitsmarkt zu halten oder IV-Rentnerinnen und -Rentner wieder in den Arbeitsprozess zu integrieren. Dass dies sowohl zum Wohl der Betroffenen als auch der Arbeitgeber gelingen kann und zugleich volkswirtschaftlich sinnvoll ist, zeigte Arbeitgeber-Direktor Roland A. Müller an der Verleihung des diesjährigen «This-Priis» auf.

Unter dem Titel «Integration – eine Win-Win-Win-Situation für alle» sprach Roland A. Müller, der Direktor des Schweizerischen Arbeitgeberverbands, an der Preisverleihung des 10. «This-Priis» über die Erhaltung der Arbeitsmarktfähigkeit und die Wiedereingliederung von Menschen mit einer Beeinträchtigung. Der Preis zeichnet jährlich Unternehmen aus, die Menschen mit einem Handicap integrieren. Gewinner 2015 sind die Louis Widmer SA in Schlieren und die sawi AG in Winterthur.

Roland A. Müller legte dar, dass der Umgang mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen im Betrieb anforderungsreich ist und entsprechende Massnahmen aufwendig sind, sich aber unter dem Strich rechnen: So könnten dank dem Verbleib von Arbeitnehmenden im Unternehmen beziehungsweise deren Wiedereingliederung in die Arbeitswelt etwa der Verlust von Know-how und Fluktuationskosten verhindert werden. Das Engagement trüge ausserdem zum Image bei und helfe dem Mangel an Arbeitskräften entgegenzuwirken.

Der gute Wille der Arbeitgeber reicht jedoch nicht. Um sie noch besser unterstützen zu können, wurden unter der Federführung des Schweizerischen Arbeitgeberverbands auf Anfang 2015 verschiedene Initiativen in diesem Bereich im Verein «Compasso» zusammengeführt. Damit sollen den Arbeitgebern bei der Früherfassung und Integration von Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen verbesserte – einfache und flexible – Instrumente zur Verfügung gestellt und die Informationstätigkeit verstärkt werden.