Compasso treibt berufliche Eingliederung voran

6. Februar 2017,  News

In seinem Jahresbericht blickt der Verein Compasso auf ein erfolgreiches Jahr 2016 zurück. Der Think Tank vermochte weitere namhafte Neumitglieder für sich zu gewinnen und sein Engagement für die berufliche Integration von Menschen mit Beeinträchtigungen zu verstärken. Immer mehr Unternehmen werden von sich aus aktiv – auch wegen des zunehmenden Fachkräftemangels.

Der Erhalt der Arbeitsmarktfähigkeit von Angestellten sowie die berufliche Wiedereingliederung von gesundheitlich Beeinträchtigten stellt für Unternehmen nicht nur eine gesellschaftliche Verantwortung dar, sondern liegt auch in ihrem eigenen Interesse. Denn im Zuge der stetig älter werdenden Bevölkerung nimmt auch der Mangel an Fachkräften weiter zu. Immer mehr Unternehmen haben daher erkannt, dass sie nicht einfach auf Fachkräfte aus dem Ausland ausweichen können. Stattdessen setzen sie sich vermehrt und aus eigenem Antrieb für die berufliche Eingliederung von Menschen mit gesundheitlicher Beeinträchtigung ein.

Der Verein Compasso unterstützt Arbeitgeber in diesem Bestreben und stellt ihnen praxiserprobte Tools, Schritt-für-Schritt-Anleitungen und konkreten Praxisbeispiele bereit. Dabei greift Compasso auf ein stark wachsendes Netzwerk zurück, das sich aus IV, Suva, Pensionskassen, Behindertenorganisationen und Privatversicherern zusammensetzt. Im vergangen Jahr wuchs der Verein unter dem Patronat des Schweizerischen Arbeitgeberverbands (SAV) um 18 auf über 60 Mitglieder an, wie der Compasso Jahresbericht 2016 aufzeigt.

Einen Meilenstein schaffte der Verein im letzten Jahr, indem er gemeinsam mit Mitgliedern und Partnern neue Praxisbeispiele im Bereich Früherkennung und Wiedereingliederung erarbeitete und diese auf seiner Webseite zur Verfügung stellt. Arbeitgeber und Arbeitnehmer beschreiben ihre eigenen Erfahrungen und zeigen Wege und Möglichkeiten des Erfolgs auf, aber auch die grössten Herausforderungen und Hindernisse. Um die Arbeitsmarktfähigkeit von Menschen zu erhalten, ist gerade die Früherfassung von gesundheitlichen Problemen entscheidend. Aber auch bei der Wiedereingliederung besteht noch ungenutztes Potenzial.

Das Engagement im Bereich der beruflichen Eingliederung zahlt sich aus: Dank der freiwilligen Zusammenarbeit von Arbeitgebern und Invalidenversicherung (IV) konnten seit 2012 rund 75’000 Personen ihre Arbeitsstelle behalten oder eine neue Stelle finden. Der Erfolg beweist die Glaubwürdigkeit des Engagements der Wirtschaft. Unternehmen haben ein hohes betriebswirtschaftliches daran, Angestellte trotz Beeinträchtigung zu halten oder wieder einzustellen. Schliesslich führen lange Ausfälle zu hohen Kosten und zu Know-how-Verlust.

Wieso ändern, was bestens funktioniert: Mit Blick auf die Reform der Invalidenversicherung ist der Bundesrat deshalb gut beraten, von quotenähnlichen gesetzlichen Verpflichtungen der Wirtschaft abzusehen. Solche Zwangsmassnahmen sabotieren die bedarfsgerechten und flexiblen Strukturen der nachweislich bewährten Zusammenarbeit mit den Partnerorganisationen.