DAS ARBEITGEBERJAHR 2016

Die Lösungssuche zur gesetzlichen Umsetzung der Masseneinwanderungs-Initiative stand im Zentrum des Berichtsjahrs und konnte im Dezember erfolgreich abgeschlossen werden. Ähnlich kontrovers ging es bei der Altersvorsorgereform zu und her – der aktuell grössten, wenn auch nicht einzigen sozialpolitischen Herausforderung. Davon zeugen etwa die mit Erfolg bekämpften Volksabstimmungen über ein bedingungsloses Grundeinkommen und über eine Erhöhung der AHV-Renten (AHVplus) oder die viel beachteten Stellungnahmen der Arbeitgeber zu den nötigen Reformen der IV und der EL. In der Bildungspolitik ragte die Diskussion um die Stärkung der höheren Berufsbildung hervor. Nicht zuletzt dank des Einsatzes des Schweizerischen Arbeitgeberverbands fand die Vorlage im Parlament eine Mehrheit.

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DAS ARBEITGEBERJAHR 2015

Das arbeitgeberpolitische Berichtsjahr begann mit einem geldpolitischen Erdbeben durch die Aufhebung des Euro-Mindestkurses. Überlagert wurde diese Unsicherheit von der noch offenen Umsetzung der Masseneinwanderungs-Initiative (MEI). Das Zuwanderungsthema war – neben der Altersvorsorgereform 2020, der Arbeitszeiterfassung und der Stärkung der höheren Berufsbildung – einer der Schwerpunkte im vergangenen Jahr. Die Parlamentswahlen sowie die Wahl eines zweiten SVP-Vertreters in den Bundesrat führten zu einer Stärkung der bürgerlichen Kräfte. Die Zukunft wird weisen, wieweit die neuen Konstellationen es erleichtern, wirtschaftsverträgliche Lösungen bei der Altersvorsorgereform und Umsetzung MEI zu finden sowie Fehlentwicklungen in der Arbeitgeberpolitik der vergangenen Jahre zu korrigieren.

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DAS ARBEITGEBERJAHR 2014

Das Jahr war aus Sicht des Schweizerischen Arbeitgeberverbands geprägt vom knappen Ja zur Masseneinwanderungs-Initiative im Februar, deren nach wie vor offene Umsetzung nicht nur den SAV weiterhin auf Trab hält. Daneben war die Arbeitgeberschaft bei der Mindestlohn- und der Ecopop-Initiative gefordert, die beide vom Stimmvolk erfreulich wenig Zuspruch erhielten. 2014 stand aber auch im Zeichen der Reform der Altersvorsorge. Der SAV brachte einen fundierten und weitherum beachteten Lösungsvorschlag, der das bundesrätliche Gesamtpaket portioniert und priorisiert, in die Debatte ein. Als «Jahr der Berufsbildung» und mit den erstmals zentral durchgeführten Schweizer Berufsmeisterschaften bot 2014 schliesslich die Gelegenheit, die Stärken und die Stärkung der Berufsbildung in den Vordergrund zu rücken.

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DAS ARBEITGEBERJAHR 2013

Am 9. Februar 2014 stimmte der Souverän mit 50,3 Prozent der Masseneinwanderungs-Initiative der SVP zu. Diese verlangt einen Systemwechsel in der Zuwanderungspolitik. Sie will die Zuwanderung begrenzen, indem der Staat Höchstzahlen für Bewilligungen im Ausländer- und Asylbereich festlegen soll. Die Umsetzung dieser vom Schweizerischen Arbeitgeberverband bekämpften Initiative wird 2014 einen Schwerpunkt bilden. Die Konsequenzen der Initiative sind noch nicht absehbar. Das grösste potenzielle Risiko besteht sicherlich darin, dass sich die erhöhte Planungsunsicherheit dämpfend auf das Investitionsverhalten und damit auf die Beschäftigung der Firmen auswirken könnte. Entsprechend vorsichtig sind daher auch die Wachstumsprognosen einiger Institute.

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DAS ARBEITGEBERJAHR 2012

Unser Land hat auch im Berichtsjahr die Herausforderungen der Euro- und Schuldenkrise sowie eines schwierigen weltwirtschaftlichen Umfelds recht gut gemeistert. Hinter dieser makroökonomischen Sicht liegen allerdings sehr unterschiedliche Entwicklungen in den einzelnen Branchen. Viele Unternehmen der Exportindustrie und des Tourismus leiden stark unter dem überbewerteten Franken und der nachlassenden internationalen Nachfrage. Vor allem die Binnenwirtschaft zeigt aber einen nach wie vor erfreulichen Geschäftsverlauf, wobei sich einmal mehr die Nachfrage der Zuwanderer nach Wohnraum, Konsumgütern und Dienstleistungen als starke Konjunkturstütze erwiesen hat.

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DAS ARBEITGEBERJAHR 2011

Das Jahr 2011 hat gezeigt, wie stark die Schweizer Wirtschaft von den Entwicklungen auf den internationalen Finanzmärkten und damit von der Bewältigung der Schuldenkrise in Europa und in den USA abhängig ist. Aus dem Ausland kommt zudem Druck auf unsere Banken, der zu tiefergreifenden Anpassungen der Geschäftsmodelle und der Belegschaften führen kann. Die Unternehmen müssen deshalb rechtzeitig alle Handlungsoptionen zur Erhaltung bzw. Verbesserung ihrer Wettbewerbsfähigkeit ausschöpfen. Aufgabe des Schweizerischen Arbeitgeberverbands ist es, diese Handlungsoptionen gegen politische Einschränkungen zu verteidigen, dabei aber auch die Arbeitgeber an ihre soziale Verantwortung zu erinnern.

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DAS ARBEITGEBERJAHR 2010

Der Rückblick auf das Arbeitgeberjahr 2010 fällt durchzogen aus. Positiv zu verbuchen ist zunächst die Annahme der Revision des Arbeitslosenversicherungsgesetzes. Ebenso erfreulich war die Verwerfung der SP-Steuerinitiative. Negativ zu werten ist dagegen das deutliche Nein zur Anpassung des BVG-Mindestumwandlungssatzes, in dem auch die Abzocker-Debatte ihre negativen Spuren hinterliess, sowie die Ablehnung der 11. AHV-Revision durch den Nationalrat. Die Annahme der Ausschaffungsinitiative, deren Widersprüche zum freien Personenverkehr Schweiz – EU offensichtlich sind, lag ebenso wenig im Interesse der Arbeitgeber.

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DAS ARBEITGEBERJAHR 2009

«Krise» gehörte 2009 wohl zu den meistverwendeten Begriffen. Mehrere Faktoren trugen dazu bei, dass die Schweizer Wirtschaft den Stress-Test der letzten 18 Monate relativ gut bestand: Unter anderem die stabilisierende Wirkung der Staatsausgaben und der Arbeitslosenversicherung, die für einen nahezu konstanten privaten Konsum sorgten, und die Personenfreizügigkeit mit der EU. Die mehrheitlich hochqualifizierten und gutverdienenden Zuwanderer stärkten die Nachfrage nach Wohnungen und Konsumgütern.

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DAS ARBEITGEBERJAHR 2008

Vor zwölf Monaten konnten wir auf ein sehr erfolgreiches Wirtschaftsjahr zurückblicken. Es gab zwar bereits einiges Wetterleuchten am Himmel über der Wallstreet. Aber das war weit weg und vermochte das Vertrauen in eine Fortsetzung des Wachstums, wenn auch mit kürzerer Gangart, nicht zu erschüttern. Schliesslich hatte die Industrie volle Auftragsbücher, boomte die Beschäftigung und bewegte sich die Konsumentenstimmung nach wie vor auf hohem Niveau. Alles sprach dafür, dass der Schweizerische Arbeitgeberverband sein 100-Jahr-Jubiläum in einem stabilen Umfeld feiern könnte.

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DAS ARBEITGEBERJAHR 2007

2007 war für die Schweizer Wirtschaft erneut ein Jahr mit hohem Wachstum und sehr guter Beschäftigungsentwicklung. Einmal mehr erwies sich dabei der liberale Arbeitsmarkt als wichtiger Standortvorteil. Die Flexibilität, mit welcher unsere Unternehmen auch personalseitig auf grössere Nachfrageschwankungen oder den Strukturwandel reagieren können, ist ein Trumpf, den der Standort Schweiz nicht aus den Händen geben darf. Dieses Argument wird zusammen mit dem hohen Qualifikationsniveau der Mitarbeitenden und einer entsprechenden Lebensqualität denn auch immer wieder aufgeführt, wenn es um die Neuansiedlung von Betrieben oder die Errichtung von Headquaters international tätiger Firmen in der Schweiz geht.

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DAS ARBEITGEBERJAHR 2006

Aus Arbeitgebersicht verlief das Jahr 2006 – nach einem bereits ansprechenden Vorjahr – erneut positiv. Die Wirtschaft setzte ihren Aufschwung fort und entwickelte sich deutlich kräftiger als von manchen Auguren noch Anfang 2006 vorausgesagt. Die meisten Konjunkturbeobachter korrigierten denn auch im Jahresverlauf ihre Wachstumsschätzungen markant nach oben. In der Tat erlebte die Schweiz mit einem auf 2,7 Prozent geschätzten Realwachstum 2006 eine überaus robuste Zunahme des Bruttoinlandsprodukts – die grösste seit 2000. Die schwierigen Anfangsjahre dieses Jahrzehnts liegen definitiv hinter uns. Es besteht sogar die berechtigte Hoffnung, dass die Schweizer Wirtschaft ihre Wachstumsschwäche, die unseren Wohlstand und unsere soziale Sicherheit zu untergraben drohte, für längere Zeit überwunden hat. Wichtige Konjunkturstützen waren erneut der private Konsum und der Aussenhandel.

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DAS ARBEITGEBERJAHR 2005

Das Jahr 2005 ist aus Arbeitgebersicht recht positiv verlaufen. Zum einen wurden zwei wichtige Volksabstimmungen gewonnen, zum anderen begann sich der konjunkturelle Horizont allmählich aufzuhellen. Das deutliche Ja des Souveräns zu den Abkommen von Schengen/Dublin und zur erweiterten Personenfreizügigkeit mit den neuen EU-Ländern waren erfreuliche Plebiszite, die auch dem Engagement der Wirtschaftsverbände zu verdanken ist.

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DAS ARBEITGEBERJAHR 2004

Nach dem Wahljahr 2003 waren die Erwartungen in das neu gewählte Parlament gross, dass sich durch die veränderte Politlandschaft in der Schweiz «etwas bewege». Das erste Jahr der neuen Legislaturperiode zeigte aber, dass sich die beiden politischen Blöcke – gestärkte Linke und gestärkte Rechte – gegenseitig neutralisieren. Wenn man sich aus Arbeitgebersicht die Entwicklungen und Trends des vergangenen Jahres vor Augen hält, so ist von Bewegung wenig und von einer Trendumkehr in zentralen Problembereichen gar nichts zu spüren. Das gilt ganz besonders für den anhaltenden Anstieg der Sozialausgaben, aber auch für die weiterhin steigende Staatsverschuldung.

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