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Jahresbericht-2014-epaper

Editorial 2 | 3 sungsvorschlag vor. Statt mit einem überladenen Gesamtpaket alles auf eine Karte zu setzen, ist eine Gesamtschau mit verdaubaren Portionen und kla- ren Prioritäten nötig. Der SAV forderte daher die Beratung zweier Kernvorlagen: Die erste umfasst die Anhebung des Referenz-Rentenalters auf 65 Jahre für beide Geschlechter, die Flexibilisierung des Rentenbezugs zwischen 62 und 70 Jahren, die Erhöhung der Mehrwertsteuer zugunsten der AHV um maximal 0,6 Prozent sowie die Senkung des Mindestumwandlungssatzes auf 6 Prozent. Die zweite Kernvorlage umfasst einen Stabilisie- rungsmechanismus für die AHV, der im Fall einer drohenden finanziellen Schieflage des Sozialwerks rechtzeitige Massnahmen vorsieht. Hier schlägt der SAV eine weitere schrittweise Anhebung des Referenz-Rentenalters um maximal 24 Monate vor sowie daran gekoppelt eine Erhöhung der Mehr- wertsteuer um nochmals 0,4 Prozent. Das Parla- ment hat mit der Behandlung der ihm vom Bundes- rat am 19. November 2014 überwiesenen Botschaft begonnen. daS JaHr dEr BErUFSBildUNG Mitte September des Berichtsjahres stand die ein- malige Leistungsschau der Berufsbildung, «Swiss Skills Bern 2014», im Vordergrund. 70 Berufsmeis- terschaften wurden ausgetragen, über 130 Berufe stellten sich vor. Die «Swiss Skills Bern 2014» wi- derspiegelten die Vielfalt der Berufsbildung in allen Facetten. Als Verbundpartner im Strategie- projekt «Stärkung der Berufsbildung» engagierte sich der SAV zu den Fragen der Finanzierung der höheren Berufsbildung sowie ihrer besseren Posi- tionierung im Bildungssystem, auf dem Arbeits- markt und in der Gesellschaft. Das Eidgenössi- sche Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) wurde beauftragt, einen Vor- schlag zur Subventionierung der Vorbereitungs- kurse auf eidgenössische Berufs- und höhere Fachprüfungen auszuarbeiten, und die Vernehm- lassung für eine entsprechende Teilrevision des Berufsbildungsgesetzes wurde im Januar 2015 er- öffnet. GEldPolitiSCHES ErdBEBEN VErSCHÄrFt diE PlaNUNGSUNSiCHErHEit Am 15.Januar 2015 beschloss die Schweizerische Nationalbank, den Mindestkurs von 1.20 Franken pro Euro aufzuheben und verursachte damit ein geldpolitisches Erdbeben. Mit der massiven Auf- wertung des Frankens im Zuge der Aufhebung der Wechselkurs-Untergrenze wurden Schweizer Pro- dukte und Dienstleistungen gegenüber dem Aus- land augenblicklich teurer. Die Exportwirtschaft verlor schlagartig an preislicher Wettbewerbsfä- higkeit und fuhr zum Teil grosse Buchverluste ein. Der wieder erstarkte Franken wird aber auch in der Binnenwirtschaft Spuren hinterlassen. Die Frankenstärke dürfte 2015 daher für viele Bran- chen das dominierende – aber nicht einzige – Thema bleiben. Die Aufhebung der Wechselkurs-Untergrenze fand im Kontext einer zögerlichen weltwirtschaftlichen Erholung und eines Abflauens der Binnendynamik statt. Das Ja zur Masseneinwanderungs-Initiative vom 9. Februar 2014 schwebt zudem immer noch wie ein Damoklesschwert über den volkswirt- schaftlich wichtigen bilateralen Verträgen mit der Europäischen Union, und die geopolitischen Risi- ken schwelen auch zu Beginn des laufenden Jah- res weiter. Die neue geldpolitische Realität über- strahlt nun jedoch die anderen Unsicherheiten und Entwicklungen. GEStÄrKtE VErBaNdSorGaNiSatioN Per Ende des Berichtsjahres konnten die personelle Verstärkung der Geschäftsstelle sowie die Verän- derungen infolge Pensionierung beziehungs- weise Funktionsänderung abgeschlossen werden. Zudem wurden die Verbandskommunikation neu definiert und eine Totalrevision der Statuten ver- abschiedet. Der Schweizerische Arbeitgeberver- band ist gut für die künftigen Herausforderungen vorbereitet. Zudem verleiht ihm ein nach wie vor erfreulicher Zuwachs von Mitgliedern eine noch breitere Repräsentanz und eine starke Legitima- tion. Für diese Unterstützung danken wir allen bestens. Valentin Vogt, Präsident Roland A. Müller, Direktor

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