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Jahresbericht-2014-epaper

allen Themen der Erhaltung der Arbeitsmarktfä- higkeit und Reintegration von Menschen mit ge- sundheitlichen Beeinträchtigungen. Hinzu kam das Engagement als Patronatsgeber im Think Tank FER, der in den letzten Jahren Instrumente zur Früherkennung entwickelt hatte. Nicht direkt engagiert war der SAV bisher im Verein ConCerto, über mehrere Mitglieder jedoch schon länger freundschaftlich verbunden. ConCerto hatte sich zum Ziel gesetzt, in schwierigeren Integrations- fällen mit beispielsweise mehreren involvierten Versicherungsträgern eine sinnvolle Methode zur zielgerichteten Koordination und Kommunikation zu erarbeiten. Nachdem sich der Bund nach Abschluss der Pilot- phasen und einer Evaluation von FER und Con- Certo aus allen drei Initiativen finanziell zurück- gezogen hatte, wurde die Chance genutzt, die drei Organisationen in eine noch schlagkräftigere ge- meinsame Trägerschaft zu überführen. Dies nicht zuletzt gestützt auf die Ergebnisse der erwähnten Evaluationen, die diesen Schritt nahelegten. Damit soll insbesondere das Potenzial im Bereich der KMU künftig noch besser genutzt werden. Unter Federführung des Schweizerischen Arbeitgeber- verbands wurden die drei Organisationen im Be- richtsjahr in einem sorgfältigen Prozess schritt- weise zusammengeführt. Im November 2014 konnte die Gründungsversammlung des neuen Vereins Compasso im Haus der Wirtschaft durch- geführt werden. Alle wesentlichen Stakeholder im Bereich der Früherkennung und Reintegration sind Mitträger des Vereins: der Schweizerische Versicherungsverband, die IV-Stellenkonferenz, die Suva, die Dachorganisationen der Behinderten- verbände sowie der Schweizerische Arbeitgeber- verband. Ende Berichtsjahr hatten bereits mehrere grössere Firmen ihr Engagement als Sponsoren bestätigt, und es konnte schon eine stattliche An- zahl Mitglieder gewonnen werden. Dazu gehört eine ganze Reihe von kleineren bis grossen Unter- nehmen. 2015 wird das Jahr des Aufbaus sein. Im Fokus stehen die rasche Aufbereitung der bereits vorhandenen praxisorientierten Arbeitsinstru- mente für Arbeitgeber sowie die Schliessung von diesbezüglichen Lücken. ALTERSVORSORGE 2020: HAPPIGE STEUERERHÖHUNGEN STATT RENTENALTER-ANPASSUNG Im Berichtsjahr zog sich weiter, was sich bereits im November 2013 anlässlich der Eröffnung des Vernehmlassungsverfahrens zur Reform der Alters- vorsorge abgezeichnet hatte: Der Bundesrat setzt auf happige Mehrwertsteuer-Erhöhungen und ganz generell auf eine einseitige Zusatzfinanzie- rung zur Schliessung der Demografielücke – statt auf eine schrittweise Anpassung des Referenz- Rentenalters an die Lebenserwartung. Die demo- grafische Entwicklung und die alternde Gesell- schaft stellen für die Altersvorsorge eine grosse Herausforderung dar. Gemäss Bundesrat droht al- lein bei der AHV bis 2030 ein Finanzloch von gegen neun Milliarden Franken – pro Jahr! Der Schweizerische Arbeitgeber- verband weist schon lange auf die Notwendigkeit recht- zeitiger und umfassender Massnahmen zur Sicherung der Altersrenten hin. Er un- terstützt deshalb im Grund- satz den Bundesrat, der im Rahmen einer Gesamtschau der Altersvorsorge die künf- tigen Renten sichern will. Anstelle der bundesrätlichen «Mammutvorlage» aber, die grosse Risiken birgt und Steuererhöhungen auf Vorrat bedeutet, verlangt der SAV ein dosiertes Vorgehen. Es geht darum, mit verdaubaren Portionen etappiert die Zielsetzung zu erreichen: die Erhaltung der Renten auf heutigem Niveau trotz der enormen demografischen Herausforderung. Vorrangiges Ziel aus Arbeitgebersicht muss es sein, dass das heutige Leistungsniveau für die nächsten 10 bis 15 Jahre garantiert ist. Es ist somit notwendig, die Vorschläge des Bundesrats zu por- tionieren und priorisieren. Obwohl die demografi- schen und gesellschaftlichen Trends absehbar sind, bleibt das Altersvorsorge-System langfristig mit vielen Unsicherheiten behaftet. Wenig zielführend ist es deshalb, alle möglichen Entwicklungen in den nächsten 20 Jahren auf Vorrat auffangen zu wollen – wie dies der Bundesrat mit der Mehrwert- steuer-Erhöhung um eineinhalb Prozentpunkte «DIE POLITIK VON BUNDESRAT UND PARLAMENT IN SACHEN IV SCHEINT NACH WIE VOR IN ERSTER LINIE VOM PRINZIP HOFFNUNG GETRAGEN.»

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